ÖGB

Wechsel in der Tiroler Landesregierung

ArbeitnehmerInnen in den Fokus rücken

„Wir wünschen Annette Leja und Anton Mattle alles Gute für ihre neue, sehr herausfordernde Aufgabe in dieser schwierigen Zeit“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth angesichts der geplanten Personalrochaden in der Tiroler Landesregierung. Gleichzeitig betont er: „Nicht nur unser Gesundheitssystem, auch die Beschäftigten sind am Limit. Es ist Zeit, wieder die ArbeitnehmerInnen in den Fokus zu rücken! Arbeitsmarktinitiativen und Qualifizierungsmaßnahmen auf breiter Basis im Einklang zwischen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt sind jetzt besonders notwendig. Es braucht jetzt die Kraftanstrengen aller und eine klare Strategie, um Menschen möglichst schnell wieder in Beschäftigung zu bringen.“

 

ÖGB bietet Expertise an

„Sowohl im Bereich der Wirtschaft wie im Bereich des Gesundheitswesens erwarten uns herausfordernde Zeiten. Ich lade Annette Leja und Anton Mattle daher ein, auch auf unsere Expertise in beiden Bereichen zurückzugreifen. Für konstruktive Gespräche stehen wir jederzeit zur Verfügung“, betont Wohlgemuth. Vor allem in der Pflege sieht er deutlichen Handlungsbedarf. „Da erwarten uns noch zahlreiche Handlungsfelder, die bespielt werden müssen – allem voran der seit Jahren herrschende Personalmangel. Im kürzlich präsentierten Paket ist da noch deutlich Luft nach oben, an besseren Rahmenbedingungen für die ArbeitnehmerInnen darf kein Weg vorbeiführen.“

 

Branchenmix als langfristiges Ziel

Derzeit Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen ist für den Tiroler ÖGB-Chef einer der Eckpfeiler, um die angeschlagene Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen: „Knapp 30.000 TirolerInnen sind derzeit auf Jobsuche. Da ist die Politik gefordert, die Weichen für einen schnellstmöglichen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu stellen – sei es mit der Schaffung neuer Jobs, konjunkturbelebenden Maßnahmen oder entsprechenden Qualifizierungsangeboten und weiteren Arbeitsmarktinitiativen. Auf lange Sicht sollte ein gesunder Branchenmix angestrebt werden, mit breiten Investitionen unter anderem in High-Tech-Jobs. Das würde nicht nur für Krisenresistenz sorgen, sondern Investitionen in zukunftsfähige Bereiche bedeuten. Gleichzeitig muss weiter in soziale Infrastruktur investiert werden, etwa im Bereich der Bildung und der Pflege. So können neue, gute Jobs geschaffen werden und man investiert sozusagen doppelt! Gerade jetzt benötigt es eine Politik für Wachstum und Beschäftigung die soziale Sicherheit gibt!“