Zum Hauptinhalt wechseln
Verzweifelter Autofahrer legt am Lenkrad den Kopf in die Hände
Кирилл Рыжов – stock.adobe.com

Wohlgemuth: Kilometergeld endlich erhöhen!

Letzte Anhebung im Jahr 2008 – Verbraucherpreise seitdem explodiert

Eine sofortige Anhebung des amtlichen Kilometergelds auf 60 Cent fordert Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth angesichts des massiven Anstiegs der Spritpreise: „Das Kilometergeld wurde vor 14 Jahren zum letzten Mal erhöht. Inzwischen sind die Verbraucherpreise um ca. 30 Prozent gestiegen, bis Ende 2022 ist mit 40 Prozent zu rechnen – das muss endlich ausgeglichen werden!“

 

Viele Beschäftigte wie beispielsweise im mobilen Pflegebereich sind auf den privaten PKW für Dienstfahrten angewiesen, anders kommen sie nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht zu den betreuungsbedürftigen Personen. „Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist leider für zahlreiche MitarbeiterInnen, allen voran jene bei Mobilen Diensten, keine Alternative. Aufgrund der enorm gestiegenen Spritpreise erleiden diese Beschäftigten mittlerweile große Einkommenseinbußen – und das, obwohl sie eine gesellschaftlich äußerst relevante und wichtige Tätigkeit ausüben und ohnehin nicht viel verdienen. Da muss endlich nachgebessert werden!“, findet Wohlgemuth klare Worte für die aktuell prekäre Situation. Nicht nur Beschäftigte im Bereich der Mobilen Dienste, auch zahlreiche weitere Berufsgruppen seien betroffen.

 

Mit dem Kilometergeld sollen für alle Beschäftigten, die für berufliche Fahrten das private Auto verwenden müssen, die mit der PKW-Nutzung verbundenen Kosten abgegolten werden. Seit dem Jahr 2008 beträgt das amtliche Kilometergeld 42 Cent pro gefahrenem Kilometer, der Tiroler ÖGB-Chef fordert eine rasche Anhebung um 18 Cent auf 60 Cent pro Kilometer. „Wenn Beschäftigte schon das private Auto zur Verfügung stellen, darf es nicht auch noch zu Einkommensverlusten kommen. Nicht nur die Preise für Benzin und Diesel sind gestiegen, die Teuerung hat in so gut wie allen Lebensbereichen voll zugeschlagen. Umso wichtiger ist es jetzt, ArbeitnehmerInnen vollumfänglich abzusichern“, appelliert Wohlgemuth an die Politik, schnellstmöglich die notwendigen Beschlüsse für eine sofortige Anhebung zu treffen. „Wer Kilometergeld bezieht, erledigt Fahrten im Auftrag des Arbeitgebers. Umso unverständlicher ist für mich die aktuelle Blockadehaltung!“

 

Auch künftig soll das Kilometergeld an die Inflation angepasst werden. „Das Kilometergeld muss auch künftig valorisiert werden, und zwar sobald die kumulierte Erhöhung des Verbraucherpreisindex gegenüber der letzten Anpassung mindestens 10 Prozent beträgt.“

Bleib informiert über deine Arbeitswelt!
Jeden Freitag: Das Wichtigste aus einer Woche