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Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen. Besonders betroffen sind SpitalsmitarbeiterInnen.
©Jacob Lund - stock.adobe.com

Wohlgemuth besorgt über steigende Gewalt am Arbeitsplatz

„Wir bemerken mit großer Sorge einen Anstieg von Gewalt an Arbeitsplatz“, hält Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth angesichts des jüngsten Vorfalls im Krankenhaus Reutte fest. Verständnis dafür hat er keines: „Das Gesundheits- und Pflegepersonal hat nicht nur in den vergangenen Monaten Herausragendes geleistet. Es kann nicht sein, dass sie jetzt mit tätlichen Angriffen von BesucherInnen konfrontiert sind!“

 

Doch auch in anderen Branchen wie dem Dienstleistungssektor, dem öffentlichen Verkehr oder dem Handel kommt es vermehrt zu Verbalattacken oder tätlichen Angriffen. „Ich appelliere hier an alle: Diese Menschen tun nur ihre Arbeit. Dafür haben sie sich Respekt und Wertschätzung verdient und keine Übergriffe in welcher Form auch immer!“, betont Wohlgemuth. Bereits im November des Vorjahres war es im Krankenhaus Zams zu aggressivem Verhalten von BesucherInnen gegenüber Beschäftigten gekommen.

 

Die Gewerkschaft verzeichnet seit Beginn der Corona-Pandemie vermehrt Rückmeldungen von betroffenen ArbeitnehmerInnen. „Gewalt am Arbeitsplatz ist leider kein vereinzeltes Phänomen, sondern ein weit verbreitetes Problem in ganz Österreich. Seit Ausbruch der Pandemie sind auch immer mehr Beschäftigte mit Gewalt im Job konfrontiert. Es darf keinen Tatort Arbeitsplatz geben!“, so der Gewerkschafter. Grundsätzlich hat hier der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachzukommen und für gewaltfreie Arbeitsplätze zu sorgen. Wohlgemuth rät, Anlaufstellen in den Betrieben zu installieren. Hilfe finden Betroffene auch beim Chancen Nutzen Büro des ÖGB. Dort werden unter anderem spezielle Seminare und Workshops zum Umgang mit Gewalt angeboten und über Präventivmaßnahmen informiert.

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