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Landesfrauenkonferenz

Iris Seewald als Frauenvorsitzende bestätigt

Neuwahlen und eine klare gesellschaftliche Positionierung standen im Mittelpunkt der 20. Landesfrauenkonferenz des ÖGB Vorarlberg im große Sitzungssaal der Arbeiterkammer in Feldkirch. Iris Seewald wurde dabei mit überwältigender Mehrheit als Landesfrauenvorsitzende wiedergewählt. In einem umfangreichen Leitantrag fordern die Vorarlberger Gewerkschaftsfrauen konkrete Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere, eine Neubewertung der Arbeit, verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf und Maßnahmen gegen die Altersarmut.

Neues Präsidium
Iris Seewald wurde mit überwältigender Mehrheit der Delegiertenstimmen zur ÖGB-Landesfrauenvorsitzenden wiedergewählt. Seewald ist Betriebsratsvorsitzende beim Institut für Sozialdienste. „Ganz wesentliche Forderungen sind eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Privatleben und Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt. Darum möchte ich Frauen auch ermutigen, sich vermehrt einzubringen und für sich etwas einzufordern.“ Erklärtes Ziel der neuen Frauenvorsitzenden ist zudem eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich: „Nach wie vor arbeiten zahlreiche Frauen in Teilzeitjobs, was meistens niedrige Einkommen, schlechte Aufstiegschancen und später geringe Pension bedeutet. Von einer Arbeitszeitverkürzung würden daher vor allem Frauen profitieren, da sowohl bezahlte als auch ‚unbezahlte‘ – also Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Hausarbeit – gerechter aufgeteilt werden würde.“ Ihre Stellvertreterinnen sind Elke Zimmermann (younion), Elisabeth Planinger (younion), Nadja Djuric (gpa), Petra Rührnschopf (GÖD) und Alexandra Loser (GÖD).

#zukunft #solidarischgestalten
Unter diesem Motto wurde am Freitagnachmittag die Landeskonferenz der ÖGB-Frauen durchgeführt. In Diskussionsrunden zu wichtigen frauenpolitischen Themen wie Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf, Einkommen und eigenständige Altersversorgung unterstrichen die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Korinna Schumann, ÖGB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer, AK-Präsident Hubert Hämmerle und Landesrätin Kaharina Wiesflecker, dass es in Vorarlberg in vielen Bereichen noch großen Handlungsbedarf gebe. Eine Expertinnenrunde mit Lea Putz-Erath, karenzierte Geschäftsführerin des Fraueninformationszentrum femail, Unternehmensberaterin und Mitautorin des Vorarlberger Gleichstellungsberichts Sabine Juffinger, Angelika Atzinger Geschäftsführerin im Verein Amazone und Charlotte Reif, Fachexpertin in der ÖGB-Bundesfrauenabteilung warf einen Blick in die Zukunft.

Umfassender Leitantrag
Im Leitantrag, der einstimmig beschlossen wurde, fordern die ÖGB-Frauen eine Reihe von konkreten Maßnahmen, u.a.:

  • Die branchenweite Einführung eines Mindestlohns/Mindestgehalts bei Vollzeitbeschäftigung von 1.700 Euro brutto monatlich in allen Kollektivverträgen. Dadurch profitieren zum Großteil Frauen im Niedriglohnsektor.
  • Gerechte Arbeitsbewertungs- und Entlohnungssysteme.
  • Eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
  • Entwicklung und Umsetzung von Arbeitszeitmodellen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
  • Den Rechtanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem 1. Geburtstag des Kindes.
  • Zur besseren sozialen Absicherung von Frauen fordern die ÖGB-Frauen u.a. arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Investitionen, um die Menschen länger und gesund im Erwerbsleben zu halten, u.a eine rasche Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent der Nettoersatzrate.
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