Bau-Holz Vorsitzender Josef Muchitsch fordert 500 Planstellen, um die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen
Arbeitsmarktpolitik

Mehr Personal fürs AMS

Bau-Holz Vorsitzender Josef Muchitsch fordert 500 Planstellen, um die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen

Der AMS-Verwaltungsrat sollte in seiner Sitzung am 30. Juni die Aufstockung des Personals über 350 MitarbeiterInnen beschließen, aber dieser Punkt wurde überraschend vertagt.

Das war auch für Josef Muchitsch, Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, völlig unverständlich: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsmarktservice stehen seit Ausbruch der Corona-Krise unter extremen Belastungen. Trotz einer noch immer historisch hohen Zahl von über 460.000 Arbeitslosen hat das AMS Tausende offene Stellen schon wiederbesetzt. Das heißt, alle arbeiten unter Hochdruck.“ Da sich die Situation am Arbeitsmarkt aber nur langsam entspannen werde, brauche es ausreichend Personal. 

500 zusätzliche Planstellen für das AMS 

Viele von den aktuell 460.000 Arbeitslosen werden es heuer nicht mehr schaffen, einen Job zu bekommen, die wirtschaftliche Lage ist vor allem für den Herbst und Winter nicht aussichtsreich.

Diese Betroffenen brauchen eine ausreichende Beratung und Betreuung.

Josef Muchitsch, Vorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz

„Diese Betroffenen brauchen eine ausreichende Beratung und Betreuung. Parallel müssen schnell konkrete Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen in andere Jobs gestartet werden. Dazu braucht es aber auch ausreichend und gut geschultes AMS-Personal“, so Muchitsch.

Um die Vermittlung von Arbeitslosen zu verbessern und die Beschäftigten des AMS zu entlasten, müssen dem AMS die finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Daher müssen unverzüglich 500 zusätzliche Planstellen für das AMS geschaffen werden.

Josef Muchitsch, Vorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz

Arbeitslosengeld erhöhen 

Muchitsch verweist außerdem einmal mehr auf die Forderung der Gewerkschaft, das Arbeitslosengeld von derzeit 55 Prozent auf 70 Prozent zu erhöhen. Die Betroffenen brauchen mehr Geld, um nicht in die Armut abzurutschen.

Wem nur die Hälfte des letzten Einkommens bleibt, der könne damit gerade einmal die Fixkosten abdecken. Alle betonen, wie wichtig die Kaufkraft zur Stabilisierung der Wirtschaft sei. Eine höhere Unterstützung für arbeitslose Menschen wäre ein wichtiger Beitrag und sichert ebendiese Kaufkraft. Die Wirtschaft würde also ebenso davon profitieren.