Lehrlinge in Kurzarbeit bekommen volle Lehrlingsentschädigung, Lehrzeit wird nicht verlängert
Kurzarbeit

Kurzarbeit schützt 1,2 Millionen vor Arbeitslosigkeit

Mittel für die von den Sozialpartnern ausverhandelte Corona-Kurzarbeit auf 10 Milliarden aufgestockt

Die Arbeitslosigkeit hat Mitte April einen vorläufigen Höhepunkt erreicht und ist in der zweiten Monatshälfte wieder leicht zurückgegangen. Trotzdem: Mit 13. April waren 588.205 Menschen auf Jobsuche, am 27. April dann 572.025 Menschen arbeitslos bzw. in Schulungen. Am Höhepunkt der Arbeitslosigkeit Mitte April waren 533.606 in Arbeitslosigkeit und 54.616 in Schulung. Damit waren zu diesem Zeitpunkt um rund 231.000 Personen (gut 60 Prozent) mehr in Arbeitslosigkeit oder in Schulung als im Vorjahr.

Dass das Arbeitslosengeld von derzeit 55 Prozent Nettoersatzrate zu niedrig und armutsgefährdend sei, betonte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian bereits mehrmals. Der ÖGB fordert daher weiterhin neben einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auch die Ausweitung der Bezugsdauer.

Corona-Kurzarbeit rettet 1,2 Millionen Menschen den Job

Das von den Sozialpartnern ausverhandelte Kurzarbeitsmodell hat tausende Menschen vor dem Allerschlimmsten bewahrt. Derzeit gibt es bereits 98.070 genehmigungsfähige Corona-Kurzarbeitsanträge für über 1,2 Millionen Arbeitsplätze. Inklusive noch nicht genehmigungsfähiger Ansuchen liegen dem AMS 102.953 Anträge vor. Die Mittel für Kurzarbeit wurden daher auf 10 Milliarden Euro aufgestockt. Katzian begrüßt die erneute Budget-Aufstockung und zeigt sich erfreut, dass es durch viel Aufklärung gelungen ist, das Modell wirklich in die Fläche zu bringen.

ALLE INFORMATIONEN ZUR CORONA-KURZARBEIT