Kollektivvertrag

Lehrlingsentschädigungen 2019 kräftig erhöht

Lehrlinge cashen dieses Jahr richtig ab, ihr Einkommen steigt zwischen 3 und 24 Prozent an

Die Gewerkschaften sichern durch Kollektivvertragsverhandlungen jährlich Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld ab. Auch die Lehrlingsentschädigungen werden dabei erhöht. 2019 sogar um bis zu 24 Prozent – und damit überproportional hoch. „Das ist ein gutes und wichtiges Signal“, freut sich Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), über die ansteigenden Lehrlingsentschädigungen. „Angesichts des Fachkräftemangels braucht es Investitionen in die Lehrausbildung.“

Bis 24 Prozent mehr Geld für Lehrlinge

Höhere Lehrlingsentschädigungen machen Lehrausbildung attraktiver

„Höhere Lehrlingsentschädigungen setzen Anreize für Jugendliche, eine Lehrlingsausbildung zu absolvieren“, ist Hofer sicher. „Denn viele müssen sich ihren Lebensunterhalt bereits selbst finanzieren oder zum Haushaltseinkommen beitragen.“

Die ÖGJ fordert eine Mindestlehrlingsentschädigung von 850 Euro auf Kollektivvertragsebene auch deshalb, weil sonst im Zuge der Anhebung der Mindestlöhne die Lehrlingsausbildung im Gegensatz zur Hilfsarbeit unattraktiver wird. „Und wir alle wissen, dass Menschen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, dreimal so oft von Arbeitslosigkeit betroffen sind, als Menschen mit einem Lehrabschluss“, so Hofer.