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Verzweifelte Frau
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Petition

Wenn du zu erschöpft bist und nichts mehr geht

Das „Chronische Fatigue Syndrome” ist durch die Verbreitung von Long-Covid in den Vordergrund gerückt. Eine Petition will die Situation der Betroffenen endlich verbessern

Bei Alexandra, einer Betroffenen, begann alles mit einem Infekt, von dem sie sich nicht mehr erholte. Die ehemals sportliche Frau konnte von einem Tag auf den anderen das Haus – oft sogar das Bett – nicht mehr verlassen. Nach jahrelangem Leidensweg stand endlich die Diagnose fest: „ME/CFS” oder „Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom”. Davon sind in Österreich zwischen 26.000 bis 80.000 Personen betroffen.

Langer Leidensweg und schlechte Versorgung

Der Fall von Alexandra steht stellvertretend für viele „ME/CFS”-Betroffene in Österreich, bei denen eine körperliche Erkrankung lange angezweifelt wird, die Diagnose Jahre in Anspruch nimmt und die auch nach Diagnosestellung nicht richtig versorgt werden oder abgesichert sind. Auch in sozialrechtlichen Verfahren wird die Diagnose „ME/CFS” trotz verbindlicher Klassifikation der WHO meist nicht anerkannt. Das führt bei vielen Betroffenen neben einem körperlich äußerst schlechten Zustand zu dramatischen finanziellen und sozialen Belastungen. Und auch Long-Covid hat dazu beigetragen, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die zu erschöpft und ausgebrannt sind, um ihre tägliche Arbeit zu verrichten.

ÖGB fordert mehr Unterstützung

Für die Gewerkschaftsbewegung sind diese täglichen Herausforderungen und schweren Folgen für Betroffene nicht mehr hinnehmbar. Deshalb hat der ÖGB eine unterstützende Stellungnahme zur Petition von ME/CFS-Betroffenen veröffentlicht, um auf die Problemfelder aufmerksam zu machen. Bis zum 3. März 2022 kann man die Petition noch unterstützen. Dazu musst du hier auf die Webseite des österreichischen Parlaments und dann auf die Karteikarte "Zustimmung", um dich anzumelden.