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Leistungsharmonisierung

2022 kommt Physiotherapie auf Kassenkosten

ÖGK will auf fast 600 Planstellen aufstocken – für den ÖGB ein wichtiger Schritt zur Leistungsharmonisierung

Viele Male hat es der ÖGB gefordert: Gleiche Leistungen für alle Versicherten. „Ab 2022 niedergelassene Angebote österreichweit für Physiotherapie vorzusehen und einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, bringt uns der gewerkschaftlichen Forderung nach einem harmonisierten Ausbau der Leistungen einen guten Schritt näher”, kommentiert Claudia Neumayer-Stickler, ÖGB-Gesundheitsexpertin die entsprechende Ankündigung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Somit ist ab kommendem Jahr Physiotherapie in ganz Österreich auf Kassenkosten verfügbar. 

Ab 2022 niedergelassene Angebote österreichweit für Physiotherapie vorzusehen und einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, bringt uns der gewerkschaftlichen Forderung nach einem harmonisierten Ausbau der Leistungen einen guten Schritt näher

Claudia Neumayer-Stickler, ÖGB-Gesundheitsexpertin

Was ist genau geplant? 

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat sich mit dem Berufsverband Physio Austria auf einen entsprechenden Rahmenvertrag geeinigt. Derzeit gibt es nur in fünf Bundesländern vertragliche Regelungen mit den niedergelassenen PhysiotherapeutInnen.  Der neue Vertrag soll eine wohnortnahe, flächendeckende Versorgung auf Kassenkosten bringen, teilte die ÖGK am Montag mit. Der neue bundesweite Rahmenvertrag schafft nun für alle freiberuflich tätigen Physiotherapeutinnen und -therapeuten die Basis für den Abschluss von Einzelverträgen mit der ÖGK. Insgesamt stellt die ÖGK 590 Stellen in ganz Österreich bereit.

Andreas Huss freut sich über wichtigen Schritt

ÖGK-Obmann und Gewerkschafter Andreas Huss erklärte dazu in einer Aussendung, dass mit der Harmonisierung der physiotherapeutischen Leistungen zum jeweils bisher besten Angebot für die Versicherten der nächste Schritt zu einheitlichen Leistungen innerhalb der ÖGK erfolge. „Für unsere Versicherten bietet der abgeschlossene Vertrag erstmals in allen Bundesländern eine flächendeckende kostenlose Sachleistungsversorgung. Mit der Aufwertung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe treiben wir die Arbeitsteilung zwischen der Ärzteschaft und anderen kompetenten Berufen weiter voran.”