Globaler Klimastreik

Klimakrise hat massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt (mit Video)

Qualifizierungs- und Umschulungsprogramme für ArbeitnehmerInnen dringend nötig

Die Klimakrise verändert auch unsere Arbeitswelt und bringt große Transformationsprozesse mit sich. Deshalb unterstützte der ÖGB auch am 19. März den globalen Klimastreikt der Umweltbewegung „Fridays for Future". Es braucht jetzt konkrete und langfristige Konzepte, wie „Just Transition“, um einen gerechten und sozialen Wandel zu einer ökologischen Wirtschaft für alle zu ermöglichen.

„ArbeitnehmerInnen müssen aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, nur so ist ein sozial gerechter Wandel möglich, bei dem die Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben“, forderte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian bereits im Vorfeld des Klimastreiks. Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die vor Ort dabei war, unterstreicht: „Auf einem toten Planeten gibt es weder Leben noch Jobs. Junge Menschen brauchen ein Angebot an klimafreundlichen Lehrstellen und Ausbildungen!“

Auf einem toten Planeten gibt es weder Leben noch Jobs!

Susanne Hofer (ÖGJ)

Der ÖGB ist bereits seit rund zwei Jahren in einem regelmäßigen Austausch mit VertreterInnen von Fridays for Future – denn den Klimawandel zu bekämpfen heißt, neben dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und neuer Mobilitäts- und Energiekonzepte, auch die Gesundheit der Menschen zu schützen und Armutsgefährdung zu verhindern. ArbeitnehmerInnen müssen rechtzeitig umgeschult bzw. für neue Green Jobs qualifiziert werden – etwa in Form von Arbeitsstiftungen – und auch Lehrausbildungen müssen an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden.

Die Umweltbewegung „Fridays for Future“ ist dabei ein starker Partner für den ÖGB, denn Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden. „Wir müssen unsere Rechte einfordern – und das geht nicht ohne die arbeitende Bevölkerung", betont auch Lisa Kiesenhofer von den „Fridays for Future“.