Tanken wird endlich billiger
Regierung setzt ÖGB-Forderung um und sorgt für faire Spritpreise
Das Wichtigste in Kürze
- Spritpreise sind binnen einer Woche um bis zu 17 Cent gestiegen – deshalb braucht es sofort faire Regeln
- Der ÖGB fordert, die Preisgestaltung gesetzlich zu prüfen
- Ziel ist eine Margenregelung (staatliche Obergrenze für Übergewinne) einzuführen, um Übergewinne zu stoppen
Tanken darf kein Luxus sein – vor allem nicht für alle, die täglich zur Arbeit fahren. Jetzt gibt es endlich eine spürbare Entlastung für Pendlerinnen und Pendler.
Was der ÖGB seit Wochen gefordert hat, wird nun Realität: Die Bundesregierung hat auf die Forderung nach einer Margenregelung (staatliche Obergrenze für Übergewinne) reagiert und erste konkrete Schritte gesetzt, um die Spritpreise zu senken.
Mit dem angekündigten Modell sollen die Treibstoffpreise bereits ab 1. April 2026 um rund 10 Cent pro Liter sinken – damit wird der bisherige Anstieg der Spritkosten um etwa 30 Prozent abgefedert. Auch wird die Mineralölsteuer gesenkt. Insgesamt sind alle Maßnahmen bis Ende des Jahres, also bis zum 31. Dezember 2026, befristet.
Schluss mit Preis-Tricks: Jetzt greift Staat ein
„Die Margenregelung ist ein wichtiger erster Schritt“, sagt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth. Zum ersten Mal wird wirklich in die Preise eingegriffen. Die Regierung hat damit eine klare Grenze gesetzt: Übergewinne sollen nicht mehr auf Kosten der Menschen gemacht werden.
Die neuen Regeln sollen verhindern, dass die Preise plötzlich wieder stark steigen. Das entlastet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und sorgt für mehr Fairness.
Kontrolle bei den Preisen
Wichtig ist jetzt: Die Preise müssen genau beobachtet werden. „Nur so kommt die Senkung auch wirklich bei den Menschen an“, sagt Schuberth.
Es gibt noch einiges zu tun
Trotzdem ist klar: Das reicht noch nicht. Viele Familien kämpfen weiter mit hohen Kosten. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen von Statistik Austria.
Die Regierung hat schon einiges gemacht: günstigere Mieten, niedrigere Abgaben auf Energie, billigeren Strom und jetzt auch günstigeren Sprit. Das ist gut. Aber: Es braucht noch mehr Hilfe, damit das Leben für alle wirklich leistbar wird.
Der ÖGB bleibt dran – für faire Preise und echte Entlastung.
Eine Margenregelung setzt eine staatliche Obergrenze für den Aufschlag (Gewinnmarge), den Unternehmen wie Tankstellen auf Produkte wie Benzin draufschlagen dürfen, um übermäßige Gewinne bei steigenden Rohölpreisen zu verhindern.