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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Der Weg zum neuen Betriebsrat

Tipps zur Gründung eines Betriebsrats in Ihrem Unternehmen

Wer in einem Unternehmen mit Betriebsrat arbeitet, verdient im Durchschnitt mehr als jemand, der in einem Betrieb ohne Betriebsrat arbeitet — das sagt eine aktuelle Studie, die von der von AK Wien präsentiert wurde.

Vorteile für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber

Ein Betriebsrat bringt aber nicht nur für ArbeitnehmerInnen Vorteile. Studien zufolge sind auch viele Geschäftsleitungen der Ansicht, das es gut ist, einen Betriebsrat zu haben. Firmen profitieren, weil sie Konflikte verringern und für ein besseres Betriebsklima sorgen. oegb.at informiert darüber, wie man einen Betriebsrat gründet – und was man tun kann, wenn man Angst hat, deshalb gekündigt zu werden.

Betriebsrat - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Was macht ein Betriebsrat eigentlich?
Als Verbindung zwischen den Beschäftigten und der Firmenleitung übernehmen Betriebsräte wichtige Aufgaben und besondere Verantwortung. Nämlich die, sich für die Rechte all ihrer KollegInnen gegenüber den Vorgesetzten einzusetzen. Sie achten auf die Einhaltung von Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen. Sie haben das Recht, bei betrieblichen Entscheidungen mitzuwirken, können zum Beispiel auch zu Kündigungen und Entlassungen Stellung nehmen und diese bei Gericht anfechten. Kurz gesagt: Betriebsräte wahren die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der Beschäftigten. Ihr Vorteil ist, dass sie vor Kündigung geschützt sind, denn nur so können Betriebsratsmitglieder konsequent und ohne Angst die Belegschaft vertreten.

Wann kann ein Betriebsrat gegründet werden?
Wenn in einem Betrieb dauernd mindestens fünf ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind, ist ein Betriebsrat zu wählen. Der/Die älteste Kollege/Kollegin kann die Wahl einberufen. Das gilt für Betriebe aller Art, mit wenigen Ausnahmen wie Behörden. Das Wahlverfahren beginnt mit der Wahl des Wahlvorstands durch die Betriebsversammlung.

Und wenn der/die Älteste keine Versammlung einberufen will?
Dann ist das alleine nicht möglich, jedoch kann gemeinsam mit KollegInnen einberufen werden. Und zwar müssen es mindestens so viele sein, wie Betriebsratsmitglieder zu wählen sind. Die Anzahl ist von der Größe der Firma abhängig.

So eine Wahl ist kompliziert – wer hilft?
Die Gewerkschaften unterstützen, und es gibt auch online einige Hilfestellungen. Rechtliche Grundlage ist das Arbeitsverfassungsgesetz, da ist der Wahlablauf genau geregelt. Wer vorhat, einen Betriebsrat zu gründen, wendet sich am besten an die zuständige Gewerkschaft.

Was kann man tun, wenn man einen Betriebsrat gründen möchte, aber Angst hat, gekündigt zu werden?
Damit das nicht passiert, gibt es den Kündigungsschutz. Das heißt, eine Kündigung wegen einer Einberufung zur Betriebsversammlung ist nicht zulässig. Auch kann in Betrieben, in denen dauernd mindestens 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind, die Gewerkschaft oder die Arbeiterkammer zur Betriebsversammlung einberufen.

Für wie lange wird man gewählt?
Die Funktionsperiode der Betriebsräte wurde gerade von vier auf fünf Jahre verlängert. Die Neuregelung gilt für alle Betriebsratskörperschaften, die sich ab 1. Jänner 2017 konstituieren.

Weiter lesen: Alle Infos zum Thema Betriebsrat

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