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ÖGB Kärnten

70.000 Euro zurückgeholt: PRO-GE deckt massive Abrechnungsfehler bei Leiharbeitern auf

Im Zuge einer Intervention der Gewerkschaft PRO-GE Kärnten konnten für 24 LeiharbeiterInnen einer bekannten Kärntner Firma Nachzahlungen in der Höhe von insgesamt 69.541 Euro erwirkt werden. Hintergrund sind wiederkehrende Unregelmäßigkeiten bei der korrekten Entlohnung von Beschäftigten in der Leiharbeitsbranche.

„Es kommt immer wieder vor, dass ArbeitnehmerInnen von Leiharbeitsfirmen nicht richtig abgerechnet werden. Es fehlen Referenzzuschläge, die Durchrechnungsberechnungen sind falsch oder die Einstufungen passen nicht“, erklärt PRO-GE Landessekretär Gernot Kleißner und weist damit auf strukturelle Probleme in der Branche hin.

Im konkreten Fall konnte PRO-GE-Sekretär Martin Bramato im Rahmen von Überprüfungen einer bekannten Kärntner Leiharbeitsfirma für die betroffenen Beschäftigten erhebliche Nachzahlungen durchsetzen. Die Summe von knapp 70.000 Euro zeigt das Ausmaß der zuvor fehlerhaften Abrechnungen deutlich auf.

Bramato betont: „Ohne die konsequente Kontrolle und Unterstützung durch die Gewerkschaft würden viele dieser Ansprüche im Verborgenen bleiben. Gerade in der Leiharbeit ist es entscheidend, genau hinzusehen und konsequent nachzufordern.“

Auch Kleißner unterstreicht die Bedeutung von Aufklärung und niedrigschwelliger Unterstützung: „Wir raten allen LeiharbeiterInnen in Kärnten, ihre Abrechnungen regelmäßig überprüfen zu lassen. Auch Beschäftigte, die keine Gewerkschaftsmitglieder sind, können sich jederzeit an uns wenden und eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen.“

Abschließend stellt die Gewerkschaft klar, dass die aktuellen Fälle kein Einzelfall sind, sondern immer wieder vorkommen. Die PRO-GE will daher ihre Kontrollen und Beratungsangebote in der Leiharbeitsbranche weiter verstärken, um Lohndumping und Abrechnungsfehler frühzeitig aufzudecken.

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