vida Kärnten: Betriebsrat klagte mit Unterstützung der Gewerkschaft, Gerichte entschieden zugunsten der MitarbeiterInnen.

Krankenhaus Spittal zahlt Bediensteten über 450.000 Euro nach!
Mag. Martina Riolo

„Es freut uns sehr, nun endlich mitteilen zu können, dass das Krankenhaus Spittal seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen insgesamt über 450.000,- Euro an Gehaltsnachforderungen überweisen hat müssen“, verkündet vida Landesvorsitzender Hermann Lipitsch. Dem vorausgegangen war ein Gerichtsverfahren über mehrere Instanzen, welches der Betriebsrat im Auftrag der betroffenen Kolleginnen und Kollegen und mit Unterstützung der Gewerkschaft vida auf den Weg gebracht hatte..

Wie es zur Klage gekommen ist, erklärt Gewerkschaftsjuristin Anna Michorl: „Konkret geht es um die nicht korrekte Abrechnung der Nachtbereitschaftsdienste. Obwohl die MitarbeiterInnen bis zu 11,5 Stunden im Dienst waren, wurde nicht die komplette Zeit als Arbeitszeit bewertet und bezahlt. Dadurch ist es nun zu dieser hohen Nachzahlung gekommen.“

Das Urteil des Gerichts hat für die Belegschaft eine deutliche Auswirkung. „Betroffen sind insgesamt 81 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun ihre Gehaltsnachforderungen überwiesen bekommen haben. Im Schnitt sind das knapp 6.500,- Euro pro Person“, erklärt Lipitsch.

Auch Betriebsratsvorsitzender Maximilian Miksch zeigt sich erleichtert. „Wir haben wirklich lange versucht, die Angelegenheit außergerichtlich zu lösen, leider ohne Erfolg. Deswegen blieb uns am Schluss nichts anderes übrig, als zu Gericht zu gehen“, so Miksch. „Aktuell prüfen wir noch, ob alle Kolleginnen und Kollegen korrekt berücksichtigt wurden“ so Miksch, der sich bei der Gewerkschaft vida für die Unterstützung.

Foto: v.r.n.l.: Hermann Lipitsch, Gewerkschaftsjuristin Anna Michorl, BR-Vorsitzender Dr. Maximilian Miksch und Betriebsrat René Tischler.