Georges Schneider
Elementarpädagogik

Feuer und Flamme für Verbesserungen in der Elementarpädagogik

Am 24. Jänner 2022, dem "Tag der Elementarpädagogik", sind in ganz Niederösterreich gewerkschaftliche Aktionen der ÖGB FRAUEN geplant. Wichtiger denn je ist es, an diesem Tag auf die Forderungen der Beschäftigten aufmerksam zu machen und ihre tagtägliche Leistung auf’s Podest zu heben.

Durch die Corona-Pandemie hat sich die ohnehin angespannte Situation nochmals verschlechtert – bei den meisten Maßnahmen wurde auf elementare Bildungseinrichtungen schlichtweg vergessen. „Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort waren wieder einmal auf sich allein gestellt“, kritisiert AK Präsidentin Renate Anderl. Es braucht umgehend Sicherheitskonzepte für Kindergärten und Horte, eine Teststrategie und Unterstützungspersonal.

Die Beschäftigten dürfen nicht länger ignoriert werden! Sie sind die ExpertInnen und wissen, welche Rahmenbedingungen es für eine angemessene Qualität in der Kinderbildung und -betreuung braucht.

Bernadette Korherr, ÖGB NÖ Frauensekretärin

Hinzu kommt, dass die jahrelangen Forderungen der AK und des ÖGB nicht gehört wurden: 1 Milliarde Euro mehr pro Jahr für Elementarbildung, flächendeckender Ausbau von Kinderbildungseinrichtungen und Rechtsanspruch ab dem 1. Geburtstag, sofortige Ausbildungsinitiative, ein einheitliches Bundesrahmengesetz für Elementarpädagogik und Supervision für die Beschäftigten. Immer mehr Beschäftigte denken ans Aufhören oder haben sich aufgrund der enormen physischen und psychischen Belastungen bereits neu orientiert. Trotz des Impffortschritts ist in elementaren Bildungseinrichtungen nämlich keine Entspannung in Sicht. Andere Schutzmaßnahmen für Beschäftigte wie Maske-Tragen wäre für die Entwicklung der Kinder aber negativ – für viele MitarbeiterInnen bedeutet das zusätzlichen Stress durch die Angst vor Ansteckung. Außerdem wurden auch im aktuellen Budget der Regierung keine Mittel für Verbesserungen eingeplant.

„Wir ermutigen alle KollegInnen, sich an den Aktionen am 24.1. zu beteiligen und hoffen auf die Solidarität von Eltern und all jenen, denen ein hohes Maß an Qualität in der Bildung wichtig ist“, so Korherr. Wo Aktionen geplant sind, erfahren Interessierte bei ihrer Gewerkschaft bzw. dem ÖGB NÖ. 

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