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ÖGB OÖ

Stark in Ried: Gewerkschaftsfrauen wählen erstes ÖGB-Frauenpräsidium

Regionalfrauenkonferenz des ÖGB Ried am 1. Juni 2026 stand im Zeichen der Anliegen von Arbeitnehmerinnen: sichtbar, vernetzt und durchsetzungsstark!

Anliegen von Arbeitnehmerinnen in der Region sichtbar machen, die bestmögliche Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in der Region und null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen, das sind die ersten und wichtigsten Anliegen des neu gewählten ÖGB-Frauenpräsidiums in Ried. „Wenn wir Gleichberechtigung im Erwerbsleben erreichen wollen, müssen Frauen mit ihren Anliegen auf die Überholspur, denn es braucht starke Frauen, um Veränderung voranzubringen“, sagte die neu gewählte Regionalfrauenvorsitzende des ÖGB Ried, Daniela Hofbauer. Anlässlich der ÖGB Regionalfrauenkonferenz am 1. Juni 2026 machten die ÖGB-Frauen auf ihre Forderungen erneut aufmerksam.

Mit 100% Zustimmung wurde Daniela Hofbauer mit ihrer Funktion als Regionalfrauenvorsitzende bei der Regionalfrauenkonferenz bestätigt. Ebenso mit 100% der Stimmen wurden Beate Schrattenecker, Irmgard Petermaier und Carmen Lindlbauer zu ihren Stellvertreterinnen gewählt.

Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie
„Frauen verdienen in der Region Ried rund 18 Prozent weniger als Männer, die neue EU-Richtlinie zur Lohntransparenz ist deshalb ein wichtiger Schritt zu mehr Einkommensgerechtigkeit und fairer Bezahlung“, so die neue Regionalfrauenvorsitzende und führte fort: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, in der Gesellschaft zu verankern, dass Gleichberechtigung kein Sonderanliegen ist, sondern ein selbstverständlicher Standard sein muss. Diese Ungerechtigkeiten betreffen nicht nur Frauen, sie betreffen letztendlich unsere gesamte Gesellschaft und da müssen wir auch in der Region ansetzen.“

„Frauenberufe“ aufwerten und besser bezahlen
Eine gerechte Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit sei auch ein Beitrag zu besseren Karrierechancen für Frauen. „Entscheidend für die Gleichberechtigung im Beruf ist aber auch die Bezahlung. Solange Arbeit in typischen Frauenberufen schlechter bewertet und bezahlt wird, ändert sich nichts an den klassischen Rollenklischees. Wir wollen eine echte Aufwertung anstelle von Lippenbekenntnissen“, bestärkte die anwesende ÖGB-Landesfrauenvorsitzende und AK-Vizepräsidentin Christine Heitzinger, das neu gewählte Frauenpräsidium in Ried.

Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen
Ein großes Anliegen ist den ÖGB-Frauen auch der Kampf gegen Gewalt, sei es am Arbeitsplatz oder im Privatleben. „Bei Gewalt gegen Frauen darf es null Toleranz geben. Alle sind gefordert, hinzuschauen und einzuschreiten, wenn eine Frau am Arbeitsplatz belästigt, beleidigt oder gar bedroht wird. Jegliches Vorkommen von Gewalt, auch verbaler Gewalt, muss Vorgesetzen oder dem Betriebsrat gemeldet werden, um eine Eskalation frühzeitig zu vermeiden und Opfer zu schützen“, fordert Daniela Hofbauer Zivilcourage ein.

Rückfragen:
Gerlinde Gschwendtner
ÖGB Regionalsekretariat Ried
Tel.: 0664 614 5132
Mail:
 gerlinde.gschwendtner@oegb.at

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