Gewerkschaft
Erste Frau an der Spitze der Salzburger Gewerkschaft
Wechsel an der Spitze des ÖGB Salzburg: Petra Berger-Ratley folgt Peter Eder als geschäftsführende Landesvorsitzende des ÖGB Salzburg nach. Die erfahrene Gewerkschafterin setzt auf Solidarität, leistbares Wohnen & faire Einkommen.
Wechsel an der Spitze des ÖGB Salzburg
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) Salzburg hat eine neue geschäftsführende Landesvorsitzende: Petra Berger-Ratley wurde am 7. Oktober 2026 vom ÖGB-Landesvorstand bestellt, nachdem AK-Präsident Peter Eder seine Funktion als Landesvorsitzender zurückgelegt hat.
Peter Eder bleibt als Präsident der Arbeiterkammer Salzburg weiterhin eine unverzichtbare und zentrale Stimme für Salzburgs Arbeitnehmer:innen. Gemeinsam wollen Eder und Berger-Ratley auch künftig für faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und ein gutes Leben für alle eintreten. „Ich bin und bleibe Gewerkschafter“, betont Peter Eder. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeiterkammer und ÖGB werde auch nach der Trennung der Funktionen eng und vertrauensvoll fortgeführt.
Geballte Kraft für Salzburgs Arbeitnehmer:innen
Die neue geschäftsführende ÖGB-Landesvorsitzende Petra Berger-Ratley bedankt sich für das Vertrauen des Landesvorstandes und setzt vor allem auf Gemeinschaft und Solidarität.
Besonders wichtig ist ihr die bewährte Zusammenarbeit zwischen ÖGB und Arbeiterkammer. Auch wenn die jeweiligen Führungsfunktionen nun getrennt sind, bleiben beide eng verbunden und verfolgen weiterhin das gemeinsame Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in Salzburg zu verbessern.
„ÖGB und Arbeiterkammer sind unzertrennlich“, so Berger-Ratley. Die starke Partnerschaft sei eine wichtige Grundlage, um Arbeitnehmer:innen wirksam zu unterstützen und politische Verbesserungen durchzusetzen.
Erste Frau an der Spitze des ÖGB Salzburg
Mit Petra Berger-Ratley übernimmt erstmals eine Frau den Vorsitz des ÖGB Salzburg. Die langjährige Gewerkschafterin bringt umfangreiche Erfahrung aus Interessenvertretung und Personalvertretung mit.
Seit 1998 engagiert sie sich in der Personalvertretung der Stadt Salzburg. Seit 2017 steht sie an der Spitze der Gewerkschaft younion Salzburg und ist zudem ÖGB-Landesfrauenvorsitzende. Ihre gewerkschaftliche Arbeit ist geprägt von den Grundwerten Solidarität, Zusammenhalt und sozialem Dialog. Berger-Ratley ist überzeugt, dass Herausforderungen am besten durch Verhandlungen und konstruktive Gespräche gelöst werden können. Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen brauche es eine starke und verlässliche Interessenvertretung für Arbeitnehmer:innen.
Teuerung und hohe Lebenshaltungskosten als zentrale Themen
Als eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre nennt Berger-Ratley die weiterhin hohen Lebenshaltungskosten. Die Preissteigerungen der letzten Jahre bei Wohnen, Energie, Mobilität und alltäglichen Ausgaben würden viele Menschen zunehmend belasten.
Immer mehr Arbeitnehmer:innen hätten Schwierigkeiten, mit ihrem Einkommen auszukommen. Deshalb seien neben erfolgreichen Kollektivvertragsabschlüssen auch politische Maßnahmen notwendig, um die Bevölkerung spürbar zu entlasten.
Positiv bewertet Berger-Ratley die von der Bundesregierung beschlossene Spritpreisbremse. Durch die Senkung der Mineralölsteuer sowie weiterer Maßnahmen könnten insbesondere Pendler:innen in Salzburg finanziell entlastet werden.
Leistbares Wohnen bleibt zentrale Forderung
Darüber hinaus fordert die neue gf. ÖGB-Landesvorsitzende zusätzliche Maßnahmen auf Landesebene. Salzburg zählt seit Jahren zu den Bundesländern mit den höchsten Wohn- und Lebenshaltungskosten Österreichs. Vor allem beim Thema Wohnen sieht Berger-Ratley großen Handlungsbedarf. Sie spricht sich dafür aus, dass die Landesregierung die Wohnbaumittel konsequent für den Wohnbau einsetzt, um leistbaren Wohnraum zu schaffen und die finanzielle Belastung von Arbeitnehmer:innen zu reduzieren.
Für Berger-Ratley steht fest: Gute Arbeit muss ein gutes Leben ermöglichen. Dafür wolle sie sich gemeinsam mit AK-Präsident Peter Eder und den Kolleg:innen im ÖGB und den Gewerkschaften einsetzen.
ÖGB Salzburg setzt auf Kontinuität und starke Arbeitnehmervertretung
Mit Petra Berger-Ratley übernimmt eine erfahrene Gewerkschafterin die Führung des ÖGB Salzburg. Der Wechsel an der Spitze steht für Kontinuität, enge Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer und einen klaren Fokus auf die aktuellen Herausforderungen der Arbeitnehmer:innen.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit werden Themen wie faire Einkommen, leistbares Wohnen, soziale Gerechtigkeit, Entlastung bei den Lebenshaltungskosten und eine starke Interessenvertretung für Arbeitnehmer:innen in Salzburg stehen. Damit bleibt der ÖGB auch künftig eine starke Stimme für alle Salzburger:innen, die im Erwerbsleben stehen und für jene, die ihre wohlverdiente Pension genießen.