Standbild aus „Einsteigen bitte!" (1952), ÖGB-Archiv
Retrospektive bester Arbeiterfilm

Legendär. Streitbar. Qualtinger.

Wie aus einem Trittbrettfahrer ein Gewerkschaftsmitglied wird

Am 29. September vor 35 Jahren ist der legendäre, aber auch streitbare Schauspieler und Kabarettist Helmut Qualtinger für immer von der Bühne gegangen. Qualtinger wurde nur 57 Jahre alt. Zu Lebzeiten bekamen in seinen Programmen auch Gewerkschaften da oder dort „ihr Fett“ gehörig ab. Nichtsdestotrotz spielte Qualtinger im ersten Werbefilm des ÖGB mit. Welche Rolle? Er spielt einen „Ungustl“ von Schwarzfahrer, der keine Fahrkarte kaufen will, weil eh schon alle anderen bezahlt haben. Was aus dem „Trittbrettfahrer“ am Ende wird? Schaut selbst! Prädikat sehenswert.   

Spoiler, Spoiler, Spoiler 

Qualtinger lässt sich von den Geschichten der Mitreisenden im Zug fesseln. Vom Lehrling, der zu dünn und zu schwach ist, um seine Ausbildung fortsetzen zu können. Vom Schneider, der vor Weihnachten seinen Job verliert, von der fehlenden Arbeitslosenunterstützung oder von unhaltbaren Arbeits- und Lebensbedingungen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel von einem glücklichen Leben. In der Gewerkschaft organisiert kommen sie mit besseren Arbeits- und Lebensbedingungen diesem Ziel gemeinsam ein Stück näher. Und Qualtinger? Er will am Ende auch dazugehören …      

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Die Gewerkschaften setzten sich für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, höhere Löhne und Gehälter ein.

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„Oskar“ für beste Dokumentation

Übrigens: Der erste ÖGB-Werbefilm „Einsteigen bitte!“ (1952) gewann beim ersten Internationalen Arbeiterfilm-Festival in Hamburg 1954 den „Labour World’s Screen Award“ – so etwas wie den „Oskar“ für die beste Halb-Dokumentation aus den Reihen der Arbeiterfilme. Den Film in voller Länge gibt es auf dem ÖGB-Youtube-Kanal.