Hausgehilfin Gisela Laferl (1884–1968), Mitbegründerin des Vereins „Einigkeit, Verband der Hausgehilfinnen, Erzieherinnen, Heim- und Hausarbeiterinnen“ ÖGB
Gewerkschaftsgeschichte

Virtuelle Stadtspaziergänge

Jetzt mit dem Handy auf den Spuren von kämpferischen Frauen und Gewerkschaften Wien erkunden

Der Verband österreichischer gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) hat zwei besondere Stadtspaziergänge durch Wien konzipiert: den Gewerkschaftlichen Stadtrundgang und jenen entlang der Spuren von kämpferischen Frauen. Nun gibt es beide Spaziergänge fürs Handy – ganz ohne Download. Einer Stadterkundung steht damit auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie nichts im Wege.

Frauengeschichtlicher Stadtspaziergang

Der Stadtspaziergang entlang der gewerkschaftlichen Frauengeschichte umfasst insgesamt 18 Stationen, beginnt am Platz der Menschenrechte, führt über den Maria-Theresien-Platz bis zum Parlament und dauert rund 90 Minuten.

Dabei erfährt man viel Wissenswertes – zum Beispiel über die Hinrichtung einer der ersten Kämpferinnen für Frauenrechte, wieso die Kleidermacherinnen damals demonstrierten oder auch über den langen Kampf für das Frauenwahlrecht.

Neben Bildern und kurzen Texten zu jeder Station gibt es auch zahlreiche Original-Töne zum Anhören. Historikerinnen, Wegbegleiterinnen und Autorinnen erzählen von Hindernissen und Erfolgen in der Frauenpolitik und über die Arbeit von kämpferischen Frauen.

Gründungsfoto des ÖGB (1945) - Lois Weinberger, Johann Böhm und Gottfried Fiala (1945) ÖGB

Gewerkschaftlicher Stadtrundgang

Der gewerkschaftliche Stadtrundgang hat 20 Stationen und dauert ebenfalls rund 90 Minuten. Er führt vom Gründungsort des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) am Westbahnhof über die Wohnung des Gewerkschafters Josef Battisti bis zum Grete-Rehor-Park und endet am Republik-Denkmal, auf dem die Büsten zweier Gewerkschafter stehen: Des Mitbegründers der Drechslergewerkschaft und ersten sozialdemokratischen Bürgermeisters von Wien, Jakob Reumann, und des Textilgewerkschafters und Sozialministers Ferdinand Hanusch. 

An den einzelnen Stationen erfahren die SpaziergängerInnen etwa von der Gewerkschaftsgründung, wo Arbeiter Lesen und Schreiben lernten, wer im Landesgericht inhaftiert war und warum eine Textilgewerkschafterin im Ersten Bezirk zur Namensgeberin wurde.

Jene, die lieber mit einem Stadtplan in der Hand durch Wien gehen, können diesen jetzt kostenlos bestellen unter: kultur@oegb.at