Arbeitslosengeld

Kürzungen wird es mit uns nicht geben

ÖGB bringt sich gerne mit Expertise bei Gesamtpaket zu Arbeitslosigkeit und Beschäftigung ein – Arbeitslose müssen vor Armut geschützt werden

Arbeitsminister Martin Kocher hat bei einer Pressekonferenz am 1. September einen Reformprozess zur Arbeitslosigkeit und Beschäftigung angekündigt. Er kommt damit auch der Forderung des ÖGB nach. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian begrüßt diese Ankündigung Kochers, gemeinsam mit allen Beteiligten ein Gesamtpaket zu erarbeiten. Genau diese Gesamtdiskussion hat der ÖGB gefordert. Denn Einzelmaßnahmen bringen uns nicht weiter und auch niemanden in Beschäftigung.“ Der ÖGB werde sich gerne mit seiner Expertise daran beteiligen, sichert Katzian zu.

Ziele des Gesamtpakets seien laut Kocher mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen, Einkommenssicherung bei Arbeitslosigkeit, Vermittlungsbeschleunigung und treffsicherer Mitteleinsatz. „Kürzungen wird es mit uns aber sicher keine geben, denn Arbeitslose müssen vor Armut geschützt werden“, betont Katzian einmal mehr und freut sich, dass auch Arbeitsminister Kocher Arbeitslose besser absichern will.

Fordern weiter eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes

„Wir fordern weiterhin die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens.“ Arbeitssuchende hätten ein Recht darauf, in schwierigen Zeiten abgesichert zu sein. Immerhin sei das Arbeitslosengeld eine Versicherungsleistung, die sich die ArbeitnehmerInnen selbst finanzieren.  

„Mit der Ankündigung eines Reformprozesses erwarten wir nun ein für alle Mal, dass mit Falschdarstellungen und Angriffen auf Arbeitslose endlich Schluss ist“, so der ÖGB-Präsident abschließend.