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Notstandshilfe

Ende September droht Aus der erhöhten Notstandshilfe - ÖGB fordert Weiterführung

Viele Langzeitarbeitslose, besonders ältere, werden von Unternehmen oft gar nicht mehr eingestellt

Die Situation am Arbeitsmarkt verbessert sich zum Glück, wie die aktuellen Arbeitsmarktdaten vom 21. September zeigen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich aber nicht nur fast verdoppelt, sondern augenscheinlich verfestigt.

Mehr als 130.000 Personen finden seit mehr als einem Jahr keinen Job und erhalten Notstandshilfe. Für sie ist es besonders schwierig wieder eine Arbeit zu finden, das weiß auch Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB: „Wir alle wissen, dass es immer schwieriger wird, eine Arbeitsstelle zu finden, je länger man arbeitslos ist. Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen hier offenbar nicht.“

ÖGB fordert erhöhte Notstandshilfe bis zum Ende der Krise     

Neben speziellen Qualifizierungsprogrammen für Langzeitarbeitslose brauche es auch Einstellungsprogramme für Unternehmen. „Denn viele Langzeitarbeitslose, besonders ältere, werden von Unternehmen oft gar nicht mehr eingestellt. Das ist angesichts des Fachkräftemangels nicht nur dumm, sondern unredlich“, so Reischl. Der ÖGB fordert daher, endlich bei den Unternehmen anzusetzen, anstatt auf Arbeitssuchende hinzuhauen und sie als arbeitsunwillig darzustellen.

„Die Menschen in dieser schwierigen Situation zusätzlich damit zu bestrafen, dass sie noch weniger als das Arbeitslosengeld bekommen, ist nicht nachvollziehbar“, sagt die Leitende ÖGB-Sekretärin und fordert die Verlängerung der Erhöhung der Notstandshilfe auf das Arbeitslosengeld, bis die Krise vorbei ist. Wenn die Bundesregierung nicht handelt, läuft die Regelung mit Ende September aus.