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Der ÖGB hat diese Umweltstiftung gefordert, um Arbeitslosen eine neue Perspektive geben zu können und dem Fachkräftemangel im Bereich Green Jobs entgegenzuwirken. www.gleb.in.ua
Arbeitsmarkt

Umweltstiftung bildet 1.000 Arbeitslose für Öko-Jobs aus

ÖGB Forderung umgesetzt: Ab April 2022 werden Interessierte für Berufsfelder im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit qualifiziert

Es hat lange gedauert – doch ab April ist es nun so weit: Die vom ÖGB geforderte und dringend notwendige Umweltstiftung nimmt ihre Arbeit auf und soll bis zu 1.000 Arbeitslose in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit ausbilden. Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB, freut sich, „dass AMS und Arbeitsministerium unsere Initiative aufgreifen und die Umweltstiftung nun starten kann“. Denn Arbeitsstiftungen seien auch ein wirksames Instrument, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren.

Gut für Menschen und Umwelt

Mit der Umweltstiftung können sich Arbeitslose in den Bereichen Abfall- und Ressourcenwirtschaft (z. B. Recycling), Green Mobility, Energie- und Gebäudetechnik, Land- und Forstwirtschaft sowie Forschung (Green Care), Bildung und Lebensstil ausbilden lassen. Der Vorteil bei der Ausbildung in der Arbeitsstiftung ist, dass Arbeitslose schon bei Eintritt wissen, wo sie später arbeiten werden und gleichzeitig finanziell abgesichert sind. 

Interesse an der Umweltstiftung?

Wer an einer Ausbildung in der Umweltstiftung interessiert ist, kann sich direkt an die Aufleb Stiftung und das AMS wenden!

 

Durch die rasch wachsenden Branchen im Umwelt- und Umwelttechnologiesektor haben Betroffene langfristig eine gute Perspektive am Arbeitsmarkt. Denn sie werden durch betriebsnahe Ausbildungen für künftig stark nachgefragte Berufe qualifiziert. 

Im Rahmen der Umweltstiftung sind ein außerordentlicher Lehrabschluss, aber erstmals auch FachhelferInnen-Ausbildungen und Höherqualifizierungen möglich.

Ingrid Reischl, Leitende ÖGB-Sekretärin

Der ÖGB hat diese Umweltstiftung gefordert, um Arbeitslosen eine neue Perspektive geben zu können und dem Fachkräftemangel im Bereich Green Jobs entgegenzuwirken. Mit der Stiftung werden sowohl arbeitsmarkt- als auch umweltpolitische Ziele umgesetzt und der Transformationsprozess der Wirtschaft in Richtung Ökologisierung und Digitalisierung wird beschleunigt.

1.000 neue Jobs: wichtiger Schritt gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel 

Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB im Interview mit oegb.at
Ingrid Reischl, freut sich, dass die Forderung des ÖGB nach einer Umweltstiftung umgesetzt wird. ÖGB

„Ziel ist es, mindestens 1.000 TeilnehmerInnen – und davon mindestens 40 Prozent Frauen – dafür zu gewinnen, sich für Berufe in jenen Branchen zu qualifizieren, ohne deren Innovationskraft auch keinerlei ambitionierte Klimaziele erreicht werden können“, sagt die Leitende ÖGB-Sekretärin. 

Auch Langzeitarbeitslose können davon profitieren und den Wiedereinstieg in einem Wirtschaftsbereich der Zukunft schaffen.

Zehn Millionen für Umweltstiftung

10 Millionen Euro werden von der öffentlichen Hand für die Umweltstiftung, die im April 2022 startet, für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung stehen. Mit dem Geld werden die Qualifizierung, die Weiterbildung und das Coaching der StiftungsteilnehmerInnen finanziert und damit auch die Ausbildungskosten für Betriebe reduziert. Die Existenzsicherung der TeilnehmerInnen während der Qualifizierungsmaßnahmen übernimmt das AMS.

Die Umweltstiftung ist ein vom Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Wirtschaftskammer Österreich initiierter Sozialpartner-Schulterschluss im Bereich der so genannten Green Jobs.

Als Träger der Stiftung fungiert die AUFLEB GmbH, die sich seit ihrer Gründung durch die Sozialpartner ÖGB und WKO im Jahr 1995 für die Ausbildung, Höherqualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt einsetzt.

 

Mehr Information zur Umweltstiftung im ÖGB Podcast Nachgehört / Vorgedacht

 

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