Arbeitsmarkt

Juli 2021: Arbeitslosenzahlen sinken weiter quer durch alle Branchen

Weniger als 10.000 arbeitslose Frauen mehr als im Juli 2019 vor der Corona-Krise

In Österreich herrscht aufgrund der Corona-Pandemie Rekordarbeitslosigkeit. Frauen waren besonders während der Corona-Krise stärker von Arbeitslsoigkeit betroffen als Männer. Denn der Beschäftigungsrückgang betrifft in erster Linie frauendominierte Branchen wie Tourismus, Gastronomie und persönliche Dienstleistungen. 

Zur besseren Übersicht fasst oegb.at die Arbeitsmarktdaten der Frauen ab März 2021 zusammen und stellt sie hier als Download zur Verfügung:

Juli 2021: Erholung am Arbeitsmarkt schreitet voran - nur mehr 9.342 arbeitslose Frauen mehr als vor der Corona-Krise

Das AMS meldet auch für Juli rückläufige Arbeitslosenzahlen. Waren zu Jahresbeginn insgesamt noch 110.000 Personen mehr als im Vorjahr arbeitslos oder in Schulung, beträgt der Unterschied zum Vorjahresmonat mit Ende Juli keine 19.000 mehr., bei den Frauen sind es 9.342. Wenn es gelingt, Corona durch Impfen, Testen und Vorsicht in Schach zu halten, kann es gelingen in einigen Monaten Arbeitslosenzahlen wie vor Corona zu erreichen.

Gegenüber dem Vorjahr sind auch rund 124.000 Personen mehr in Beschäftigung.

Juni 2021: Die Zahlen zeigen besonders eine Erholung am Arbeitsmarkt  im Tourismus 

Die Öffnungsschritte im Juni haben vor allem dem Arbeitsmarkt im Toursimus, der Gastronomie und Hotellerie einen Aufschwung bereitet. Das erklären auch die Zahlen, die einen starken Rückgang bei der in Arbeitslosigkeit oder Schulung befindlichen Personen in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol zeigen.

Insgesamt sinkt die Arbeitslosigkeit seit mehreren Monaten kontinuierlich, trotzdem gibt es im Juni 2021 noch immer 360.149 Arbeitslose, 175.040 davon sind Frauen. Im Vergleich zu Juni 2019 sind immer noch rund 18.700 mehr Frauen arbeitslos.

Mai 2021: 25.000 arbeitslose Frauen mehr als vor der Krise

Die Arbeitslosigkeit geht zwar langsam und kontinuierlich zurück, Entspannung ist aber weiterhin nicht in Sicht. Vor allem die von den Sozialpartnern ausverhandelte Kurzarbeit sichert tausende Arbeitsplätze. Daher wurde auch die Verlängerung zur Kurzarbeit V Anfang Juni beschlossen.

Bsorgniserregend ist nach wie vor die Zahl der Langzeitarbeitslosen - auch hier sind Frauen (+ 31,6 %) im Vergleich zum Vorjahr in einem höheren Ausmaß betroffen als Männer (+ 25,8 %).

Insgesamt sind mit Ende Mai 2021 392.360 Personen in Schulung oder arbeitslos - 191.031 davon sind Frauen. Besonders betroffene Branchen sind weiterhin die Beherbergung und Gastronomie, der Handel, die Arbeitskräfteüberlassung, die Herstellung von Waren und der Bau. Im Vergleich zum Mai 2019 sind noch immer rund 25.000 Frauen mehr arbeitslos.

April 2021: Frauenarbeitslosigkeit weiter über Vorkrisenniveau

Die Arbeitslosigkeit geht zwar langsam zurück, Entspannung ist aber weiterhin nicht in Sicht. Vor allem die Verdoppelung der Langzeitarbeitslsosigkeit ist dramatisch - auch hier sind Frauen (+ 86,6 %) in einem höheren Ausmaß betroffen als Männer (+ 72,5 %).

Insgesamt sind mit Ende April 2021 433.443 Personen in Schulung oer arbeitslos - 211.630 davon sind Frauen. Besonders betroffene Branchen sind weiterhin die Beherbergung und Gastronomie, der Handel, die Arbeitskräfteüberlassung, die Herstellung von Waren und der Bau. Im Vergleich zum April 2019 sind noch immer rund 40.000 Frauen mehr arbeitslos.

März 2021: keine Entwarnung am Arbeitsmarkt - Frauenarbeitslosigkeit sinkt langsamer als die der Männer

Die Arbeitslosigkeit geht zwar langsam zurück, eine Entwarnung bedeutet das allerdings nicht. Denn es macht wenig Sinn die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit dem März des Vorjahres, dem Höhepunkt der Krise, zu vergleichen: „Hier gibt es nichts zu beschönigen”, sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin, Korinna Schumann.

Noch immer sind 216.850 Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Während die Arbeitslosigkeit der Frauen um 13,4 Prozent zurück geht, sinkt die der Männer mit 22,8 Prozent fast doppelt so stark. Im Vergleich zum März 2019 sind noch immer rund 48.500 Frauen mehr arbeitslos. Besonders betroffen ist nach wie vor der Tourismus.

 

Februar 2021: 34 Prozent mehr arbeitslose Frauen

Im Februar 2021 waren im Vergleich zum Vorjahr österreichweit um 34 Prozent mehr Frauen arbeitslos. Die höchste Arbeitslosigkeit bei Frauen weisen die Bundesländer Vorarlberg mit plus 55,3 Prozent, Salzbrug mit plus 11,6 Prozent und Tirol mit 218,6 Prozent auf. Die von Arbeitslsoigkeit betroffenste Branche ist  "Beherbergung und Gastronomie". 

Je länger die Pandemie dauert, desto klarer zeigt sich: Die Maßnahmen der Regierung greifen besonders für Frauen nicht – hier braucht es deutlich mehr Anstrengung, um die Frauen nicht aus dem Arbeitsmarkt zu drängen. Es muss jetzt gehandelt werden, damit Frauen und speziell Alleinerziehende nicht in die Armut abrutschen.

Der ÖGB hat schon im vergangenen Jahr ein Programm vorgestellt, mit dem innerhalb eines Jahres 150.000 Menschen in Beschäftigung kommen können.