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Arbeitsmarkt

März 2021: keine Entwarnung am Arbeitsmarkt - Frauenarbeitslosigkeit sinkt langsamer als die der Männer

Aktuelle Arbeitsmarktdaten als Download holen

In Österreich herrscht aufgrund der Corona-Pandemie Rekordarbeitslosigkeit. Frauen sind aber von Arbeitslosigkeit durch die Corona-Krise viel stärker betroffen als Männer. Denn der Beschäftigungsrückgang betrifft in erster Linie frauendominierte Branchen wie Tourismus, Gastronomie und persönliche Dienstleistungen. 

Zur besseren Übersicht fasst oegb.at die Arbeitsmarktdaten der Frauen ab März 2021 zusammen und stellt sie hier als Download zur Verfügung:

März 2021: keine Entwarnung am Arbeitsmarkt - Frauenarbeitslosigkeit sinkt langsamer als die der Männer

Die Arbeitslosigkeit geht zwar langsam zurück, eine Entwarnung bedeutet das allerdings nicht. Denn es macht wenig Sinn die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit dem März des Vorjahres, dem Höhepunkt der Krise, zu vergleichen: „Hier gibt es nichts zu beschönigen”, sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin, Korinna Schumann.

Noch immer sind 216.850 Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Während die Arbeitslosigkeit der Frauen um 13,4 Prozent zurück geht, sinkt die der Männer mit 22,8 Prozent fast doppelt so stark. Im Vergleich zum März 2019 sind noch immer rund 48.500 Frauen mehr arbeitslos. Besonders betroffen ist nach wie vor der Tourismus.

 

Februar 2021: 34 Prozent mehr arbeitslose Frauen

Im Februar 2021 waren im Vergleich zum Vorjahr österreichweit um 34 Prozent mehr Frauen arbeitslos. Die höchste Arbeitslosigkeit bei Frauen weisen die Bundesländer Vorarlberg mit plus 55,3 Prozent, Salzbrug mit plus 11,6 Prozent und Tirol mit 218,6 Prozent auf. Die von Arbeitslsoigkeit betroffenste Branche ist  "Beherbergung und Gastronomie". 

Je länger die Pandemie dauert, desto klarer zeigt sich: Die Maßnahmen der Regierung greifen besonders für Frauen nicht – hier braucht es deutlich mehr Anstrengung, um die Frauen nicht aus dem Arbeitsmarkt zu drängen. Es muss jetzt gehandelt werden, damit Frauen und speziell Alleinerziehende nicht in die Armut abrutschen.

Der ÖGB hat schon im vergangenen Jahr ein Programm vorgestellt, mit dem innerhalb eines Jahres 150.000 Menschen in Beschäftigung kommen können.