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KV-Handel - Einigung in siebter Verhandlungsrunde: Mindesteinstiegsgehalt auf 2.124 Euro erhöht - Lehrlingseinkommen steigen um 10 Prozent (im Bild: Martin Müllauer und Helga Fichtinger, Chef-Verhandler:innen der GPA)
Herbstlohnrunde 2023

KV-Handel: Gehälter steigen zwischen 9,2 und 8,3 Prozent

Einigung in siebter Verhandlungsrunde: Mindesteinstiegsgehalt auf 2.124 Euro erhöht - Lehrlingseinkommen steigen um 10 Prozent

(Update: 27. Dezember)

Einigung in siebter Verhandlungsrunde: Die Gehälter der 430.000 Angestellten des Handels werden zwischen 9,2 und 8,3 Prozent erhöht. Dies bedeutet eine durchschnittliche Erhöhung der Gehälter um 8,43 Prozent. Mit dem Abschluss wurde das Mindestgehalt für Berufseinsteiger:innen deutlich über 2.000,- Euro erhöht. Das neue Mindestgehalt für Berufseinsteiger:innen liegt nun bei 2.124,- Euro.

Die Lehrlingseinkommen werden im ersten Lehrjahr auf 880 Euro im zweiten Lehrjahr auf 1.130 Euro und im dritten Lehrjahr auf 1.430 Euro angehoben. Das ist ein Erhöhung von 10 Prozent.

„Für uns war wichtig, dass wir einen dauerhaft wirksamen Gehaltsabschluss für alle erreichen. Wesentlich ist weiters, dass wir die von den Arbeitgebern vorgeschlagene Einmalzahlung vom Tisch bekommen haben. Diese wäre auf Perspektive ein riesiges Verlustgeschäft für die Angestellten gewesen. Es ist gut, dass die Beschäftigten nun eine Gehaltserhöhung mit 1. Jänner garantiert bekommen, die rechtsverbindlich ist und nicht dem Goodwill einzelner Arbeitgeber ausgeliefert sind“, so die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Helga Fichtinger.

Mehr Information auf www.gpa.at

FÜNF WICHTIGE PUNKTE, DIE DER KOLLEKTIVVERTRAG REGELT

1. Die wöchentliche und tägliche Normalarbeitszeit 
2. Überstunden und deren Abgeltung sowie Zulagen für Wochenend- oder Feiertagsdienste 
3. Einstufung und Vorrückungen im Gehaltsschema, Mindestentlohnung 
4. Urlaubs- und Weihnachtsgeld 
5. Aufwandsentschädigungen, Zulagen, Prämien

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(Update: 22. Dezember) 

Neuer Verhandlungstermin am 27. Dezember

Kurz vor dem Jahreswechsel nehmen die stockenden Kollektivvertragsverhandlungen im Handel wieder Fahrt auf. 

Die bereits siebente Verhandlungsrunde findet am Mittwoch, 27. Dezember ab 14.30 Uhr statt. Laut Gewerkschaft GPA soll so verhindert werden, dass ein Gehaltsabschluss für die rund 430.000 Angestellten im Handel erst im neuen Jahr gelingt. Das wäre nämlich ein Novum.

Die Gewerkschaft fordert einen gestaffelten Gehaltsabschluss zwischen 8,48 und 9,38 Prozent. Die Arbeitgeber waren dazu nicht bereit. Als Antwort hat es daraufhin in ganz Österreich Warnstreiks und öffentliche Aktionen gegeben.

(Update 16. Dezember)

Arbeitgeber brechen sechste Verhandlungsrunde ab

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Die Arbeitgeber haben auch die sechste Runde der Kollektivertragsverhandlungen für die etwa 430.000 Angestellte und Lehrlinge im Handel abgebrochen. Nach fast 10 Stunden Verhandlungen waren die Arbeitgeber nicht bereit, ein neues Angebot vorzulegen

Die Beschäftigten wissen damit weiter nicht, ob sie zum Jahreswechsel eine Gehaltserhöhung bekommen. Das Vorgehen der Arbeitgeber stellt zudem einen großen Schaden für die Sozialpartnerschaft dar. 

Das Verhandlungsteam der Gewerkschaft GPA hat unter anderem einen sozial gestaffelten Abschluss zwischen 9,38 Prozent und 8,58 Prozent vorgelegt - davon wollten die Arbeitgeber bei den Verhandlungen aber nichts wissen und haben weiter abgeblockt.

„Wir werden in der kommenden Woche nochmals möglichst viel Beschäftigte über das provokante Verhalten der Arbeitgeber informieren und auch weitere Streiks und öffentliche Aktionen durchführen“, sagt der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA Martin Müllauer.

Mehr Infos HIER

(Update: 12. Dezember 2023) 

Neuer Verhandlungstermin fixiert

Im Ringen um Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten im Handel gibt es einen neuen Termin - und zwar geht es am Freitag, 15. Dezember weiter.

„Wir erwarten, dass die Arbeitgeber dann unseren Vorschlag für einen fairen, sozial ausgewogenen Abschluss aufgreifen und endlich den Weg für einen Abschluss frei machen. Die Angestellten des Handels dürfen nicht durch Uneinigkeit im Arbeitgebergremium im Stich gelassen werden“, sagt Helga Fichtinger, Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA.

Befristete Streiks und verschiedenste kleine Aktionen finden bis dahin wie geplant statt. Mehr Infos auch HIER

(Update: 7. Dezember 2023)

Gewerkschaftliche Aktivitäten werden in ganz Österreich fortgesetzt

Auch in der fünften Runde der Kollektivvertragsverhandlungen im Handel am 7. Dezember kam es zu keinem Abschluss.

Die Arbeitgeber sind weiter nicht bereit, den Weg für einen fairen Gehaltsabschluss für 430.000 Angestellte und Lehrlinge freizumachen.

Das aktuelle Angebot weit unter der Inflationsrate würde für hunderttausende Beschäftigte, darunter mehrheitlich Frauen, einen massiven Einkommensverlust bedeuten. "Linear 8 % anzubieten ist weder kreativ noch sozial. Ein Teilerfolg ist, dass die Einmalzahlung vom Tisch genommen wurde", so die Chefverhandler der Gewerkschaft GPA. 

Die gewerkschaftlichen Aktivitäten für einen fairen Abschluss werden jetzt in ganz Österreich fortgesetzt.

Am 8. Dezember fanden Protestaktionen in Wien und Linz statt und am Samstag, 09. Dezember, auch in anderen Landeshauptstädten - Details HIER!

(Update: 29. November 2023) 

Arbeitgeber treten Welle von Warnstreiks los

Auch die vierte Verhandlungsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel am 28.November hat keine Einigung gebracht.

Die Arbeitgeber sind nach wie vor nicht bereit, ein Angebot vorzulegen, das über der rollierenden Inflationsrate von 9,2 % liegt. In ganz Österreich finden nun in ausgewählten Standorten vom 30.11. bis 3.12. erste Warnstreiks statt - Details HIER!

Die Forderung der GPA liegt bei 9,4 % zuzüglich 15 Euro Fixbetrag, was durchschnittlich eine Gehaltserhöhung von 9,97 % bedeutet.

(Update: 16. November 2023)

Auch in der 3. Verhandlungsrunde hat es keine Einigung gegeben und die Gespräche sind vorerst unterbrochen. Am 28. November soll weiterverhandelt werden. 

„Das Angebot der Arbeitgeber von einer Gehaltserhöhung von nur 5 Prozent entspricht bei weitem nicht den Erwartungen der Beschäftigten und liegt weit unter der rollierenden Inflation von 9,2 Prozent“, sagt die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Helga Fichtinger.

„Wir werden nun die unterbrochenen Betriebsversammlungen wieder aufnehmen, die Kolleginnen und Kollegen informieren und Beschlüsse für Streikmaßnahmen fassen. Die Angestellten im Handel brauchen eine faire Abgeltung der Inflation. Eines ist gewiss: Die Beschäftigten stehen mehr denn je hinter uns“, so der Vorsitzende des GPA Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA, Martin Müllauer. Mehr Infos HIER!

(Update: 10. November 2023)

Auch die zweite Verhandlungsrunde für die 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel am 9. November 2023 hat kein Ergebnis gebracht.

Nach wie vor gibt es kein konkretes Angebot der Arbeitgeber. „Es ist für uns enttäuschend, dass noch immer kein Angebot am Tisch liegt, obwohl unsere Forderungen seit langem bekannt sind. Die Beschäftigten haben dafür gar kein Verständnis“, so die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Helga Fichtinger. Sie betont, dass "unsere Forderung nach einer Gehaltssteigerung von 11 Prozent und schrittweisen Arbeitszeitverkürzung bleiben im vollen Ausmaß aufrecht bleiben". 

"Am 14. November findet ein Protest- und Aktionstag statt, in Wien und Salzburg gibt es Demonstrationen“, ergänzt der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft GPA, Martin Müllauer.

Die nächste, dritte Verhandlungsrunde findet am 16. November statt.

Das geschah davor: 

Keine Annäherung hat es in der ersten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel gegeben.

Die Gewerkschaft GPA hat bei den Gesprächen am 24. Oktober 2023 ihre Forderung nach 11 Prozent Gehaltserhöhung und Arbeitszeitverkürzung auf den Tisch gelegt. Von Seiten der Arbeitgeber ist hingegen kein Angebot gekommen. 

Kein Verständnis für Verhalten der Arbeitgeber 

„Das Verhalten der Arbeitgeber ist völlig unverständlich und wir sind empört. Sie kennen unsere Forderungen seit Wochen und wissen, dass die Beschäftigten eine Kaufkraftstärkung brauchen und erwarten“, so Martin Müllauer, Vorsitzender des GPA-Wirtschaftsbereiches Handel. 

„Wir sind mit der Erwartung nach partnerschaftlichen und fairen Gesprächen auf Augenhöhe in die Verhandlungen gegangen. Diese Erwartungen wurden heute bitter enttäuscht“, ergänzt Helga Fichtinger, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA.