Gesundheitsberufe: Arbeitszeit im Fokus
Die ARGE Gesundheit vernetzt sich bundesweit. Im Mittelpunkt stehen belastende Dienste und bessere Arbeitsbedingungen
Das Wichtigste in Kürze
- Die ARGE Gesundheit traf sich am 9. Oktober 2026 zum bundesweiten Erfahrungsaustausch.
- Schwerpunkt waren Arbeitszeiten und die damit verbundenen Belastungen.
- Gemeinsam wollen die Beteiligten bessere Arbeitsbedingungen voranbringen.
Schichtdienste, lange Nächte und zu wenig Zeit für Pausen: Beschäftigte in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen stehen unter großem Druck. Wie sich ihre Arbeitsbedingungen verbessern lassen, beschäftigte die ARGE Gesundheit bei ihrem jährlichen Vernetzungstreffen am 9. Oktober 2026.
Im Mittelpunkt des bundesweiten Austauschs stand die Arbeitszeit. Die Teilnehmenden besprachen Belastungen und teilten Erfahrungen aus den Bundesländern. Ihr gemeinsames Anliegen: Verbesserungen für die Beschäftigten voranbringen.
Spardruck darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen
ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian eröffnete das Treffen. Er sprach über die schwierigen Arbeitsbedingungen in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen und betonte die Bedeutung der ARGE Gesundheit.
Gerade wenn das Gesundheitssystem finanziell unter Druck steht, braucht es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Die zentrale Botschaft: Einsparungen dürfen nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen oder ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern.
Nachtarbeit und fehlende Pausen belasten
Florian Kirschner von der Arbeiterkammer Wien stellte Studien und Untersuchungen zur Arbeitszeit in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen vor. Dabei ging es besonders um die körperlichen und psychischen Belastungen der Beschäftigten.
Im Fokus standen Schicht- und Wechseldienste – also Arbeitszeiten, die zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten liegen. Vor allem langjährige Nachtdienste und fehlende Pausen wurden als belastende Faktoren thematisiert.
Gemeinsam über Bundesländergrenzen hinweg
Die Ausgangslagen in den Bundesländern unterscheiden sich. Viele Herausforderungen sind aber dieselben: Es fehlen Fachkräfte, der Arbeitsdruck ist hoch und Fragen zur Ausbildung beschäftigen alle Regionen.
Das Treffen machte deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit ist. Wer Erfahrungen teilt und gemeinsame Anliegen bündelt, kann sich besser für die Beschäftigten einsetzen. Zum Abschluss stand deshalb eine klare Botschaft: „Alle Augen auf uns – gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen.“
Fazit: Verbesserungen brauchen Zusammenhalt
Bessere Arbeitsbedingungen waren das gemeinsame Ziel des Treffens. Der bundesweite Austausch hilft dabei, Belastungen sichtbar zu machen und gemeinsame Anliegen voranzubringen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die täglich in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen arbeiten.