Zuverlässige Gesundheitsinfos – wo finden?
Sichere Quellen für Arbeitnehmer:innen in Österreich und im deutschsprachigen Raum: Broschüren, Portale und Tipps gegen Fake News
Das Wichtigste in Kürze:
- Gute Informationen zu Gesundheitsthemen sind reichlich vorhanden – wichtig ist, richtig danach zu suchen
- Offizielle Informationen von Ministerien, der ÖGK und der Sozialversicherung sind besonders verlässlich
- Lass dich nicht von Influencer:innen und Werbung blenden – oft steckt ein finanzielles Interesse dahinter, nicht dein Wohl
- ÖGB-Mitgliedervorteil: Persönliche Beratung
Statt zur bewährten Hausapotheke zu greifen, landen plötzlich Wurmmittel im Einkaufswagen oder Kristallkugeln sollen Auskunft über Heilungschancen geben. Im Internet scheint bei Gesundheitsthemen alles möglich: Wundermittel, radikale Diäten und selbsternannte Expert:innen mit einfachen Antworten.
Besonders auf Social Media überschwemmen Tipps, Trends und vermeintliche Gesundheitsweisheiten die Feeds: bunt, reißerisch und oft mit versteckten Geschäftsinteressen. Nahrungsergänzungsmittel werden beworben, Ernährungskurse verkauft und nicht selten wird sogar mit Angst Stimmung gemacht. Viele Influencer:innen profitieren davon, dass Menschen verunsichert sind. Der ÖGB hat sich das genauer angesehen: Worauf kannst du wirklich vertrauen? Und welche Begriffe zählen tatsächlich? Wir geben dir eine klare Orientierung.
Wie erkennt man gute Infos?
Gute Gesundheitsinformationen sind evidenzbasiert, also auf soliden Studien und klaren Quellenangaben aufgebaut. Sie stellen Nutzen und Risiken ausgewogen dar. Achte auch auf Siegel wie das GGI („Gute Gesundheitsinformation“) oder offizielle Leitlinien.
Top-Portale in Österreich
Österreich punktet mit starken, offiziellen Anlaufstellen: Ministerien, Portale und Sozialversicherungen liefern evidenzbasierte Informationen – immer studiengestützt, nie gerüchtebasiert. Viele Inhalte stehen als Broschüren zum Download oder zur Bestellung bereit.
- gesundheit.gv.at – Nummer eins für Themen wie Krebs, Herzkrankheiten, Schwangerschaft oder Psyche. Im Bereich „Broschüren & Formulare“ findest du PDFs zum Herunterladen.
- Sozialministerium – bietet verlässliche Flyer zu Impfungen und Patientenrechten.
- Sozialversicherungen – informieren über Vorsorge und Screening-Programmen.
Tipp zum Suchen: Gib bei Google „Thema + Broschüre PDF gesundheit.gv.at“ ein – das liefert in der Regel die besten Treffer.
Wenn die Beschwerden so stark sind, dass man keine Lust mehr hat, sich durch Internetseiten zu klicken, hilft die telefonische Gesundheitsberatung 1450 österreichweit rund um die Uhr weiter.
Spezielle Broschüren und Projekte
Neben offiziellen Portalen gibt es in Österreich auch besondere Projekte und Broschüren, die helfen, Gesundheitsinformationen besser zu verstehen und richtig einzuordnen. Sie machen komplexe Studien greifbar und zeigen, woran man wirklich gute Gesundheitsinfos erkennt.
- Gute Gesundheitsinformation Österreich (GÖG): 15 Kriterien für Qualitätsinformationen – als kostenlose, leicht verständliche Broschüre.
- medizin-transparent.at: Macht Studien für Laien nachvollziehbar.
- Cochrane Österreich: Bietet evidenzbasierte Infos und Empfehlungen rund um das Thema Gesundheit – austria.cochrane.org/de.
Als ÖGB-Mitglied erhältst du alle Informationen und kannst dich auch bei deinem Betriebsrat und Betriebsrätin zu Gesundheitsthemen am Arbeitsplatz beraten lassen. Infos und Rechte – direkt und unkompliziert. Jetzt Mitglied werden!
Starke Partner im deutschsprachigen Raum
- gesundheitsinformation.de (Deutschland): Laienfreundliche Infos zu Behandlungen und Risiken.
- wissenwaswirkt.org (Cochrane): Erklärt Studien aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – als PDFs druckbar.
- Gute Praxis Gesundheitsinformation: Setzt Standards, an denen sich viele österreichische Seiten orientieren, und veröffentlicht Publikationen.
Offizielle Quellen legen die Gesundheit in sichere Hände. Mit Broschüren und Portalen ist es einfach, informiert zu sein und gesund bleiben!