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Vieles ist schon passiert, aber der Kampf für Gleichberechtigung in der Arbeitswelt ist noch lange nicht abgeschlossen ÖGB

Pride@Work

Stolz im Job - Vielfalt und Stärke in der Arbeitswelt

Gewerkschaft im Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt

Jedes Jahr wird im Juni rund um die Welt der Pride Month gefeiert. Der ganze Monat steht im Zeichen von Gleichberechtigung und Akzeptanz der LGBTQIA+ Community. Demonstrationen, Aktionen und Paraden machen auf die Anliegen und Probleme der Community aufmerksam.  

Auch wir setzen bei Österreichs größter PRIDE-Parade am 8. Juni 2024 in Wien ein starkes und lautes Zeichen – sei dabei!

Pride-Termine in Österreich 2024:

8. Juni: Wien
29. Juni: Graz, Bregenz
6. Juli: Linz
7.Juli: Steyr
20. Juli: Unken
27. Juli: Innsbruck
3. August: Klagenfurt
7. September: Salzburg
12. Oktober: Kufstein

Nur 60.000 outen sich am Arbeitsplatz

Rund 300.000 Beschäftigte in Österreich bezeichnen sich als queer – also etwa lesbisch, schwul, trans- oder bisexuell.  Aber nur ungefähr 60.000 von ihnen outen sich auch am Arbeitsplatz, wie eine SORA-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer zeigt. Das ist nur ein Fünftel. Es gibt viele Gründe dafür: Manche haben Angst, diskriminiert zu werden oder dass es ihnen schwerer gemacht wird, im Job voranzukommen. „Das zeigt uns, dass der Kampf für eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt noch lange nicht abgeschlossen ist“, betont ÖGB Bundesgeschäftsführer Willi Mernyi. 

Zwar ist im österreichischen Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben, dass kein Mensch aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion, des Alters, der Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf – gelebte Realität ist das aber leider noch immer nicht überall - weder in der Arbeit noch im Privatleben. 

Viele Menschen mit PRIDE-Fahne
Der ÖGB setzt sich für eine völlige Gleichstellung von LGBTQIA+-Personen ein. Als Zeichen der Solidarität wurde vor der ÖGB-Zentrale die Regenbogenfahne gehisst. ÖGB/Celik

Zeichen für Akzeptanz und Solidarität

Um ein deutlich sichtbares Zeichen für Akzeptanz und Solidarität zu setzen, wird anlässlich des LGBTQIA+ Pride Monats vor der ÖGB-Zentrale auch die Regenbogenfahne gehisst. „Nur gemeinsam kann es gelingen, eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt zu schaffen. Solidarität ist unsere stärkste Waffe”, sagt Mernyi: „Wir setzen uns als ÖGB für eine völlige Gleichstellung von LGBTQIA+-Personen ein – ohne Wenn und Aber.“

Regenbogenfahne in der Arbeiterkammer
Auch die Arbeiterkammer setzt ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung Christian Fischer

Genauso wie der ÖGB und die Gewerkschaften setzt sich auch die Arbeiterkammer (AK) für eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt und Gesellschaft ein. Um die Recherche zu den wichtigsten Fragen zu erleichtern, hat die AK eine Linksammlung zusammengestellt. Fragen wie: "Wo finde ich Studien zum Thema sexuelle Orientierung und Identität in der Arbeitswelt?", "Wo gibt es Infos zu den Rechten von LGBTQIA+ Personen (lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, intersexuell, asexuell und mehr) im Betrieb oder bei der Bewerbung?" oder "Wo finde ich Beratung und Unterstützung?" werden hier beantwortet. 

Bist du von Diskriminierung aufgrund deiner sexuellen Orientierung betroffen? Nein, du musst das nicht akzeptieren! 

Arbeiterkammern und Gewerkschaften bieten Beratung und Unterstützung in allen Fragen des Arbeits- und Gleichbehandlungsrechts. Nähere Infos zu Telefonnummern, der nächsten Beratungsstelle und den genauen Beratungszeiten findest du auf: www.arbeiterkammer.at und www.oegb.at

Außerdem kannst du dich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) wenden. Die GAW ist eine staatliche Einrichtung zur Durchsetzung des Rechts auf Gleichbehandlung und Gleichstellung und zum Schutz vor Diskriminierung. Sie bietet anonym und kostenlos Information Beratung und Unterstützung. Es gibt Beratungsstellen in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz und Innsbruck.

Beratungsstelle #GegenHassimNetz
Die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unterstützt dabei, gegen Hass und Hetze im Internet vorzugehen. Die juristischen und psychosozial geschulten Mitarbeiter:innen der Stelle bieten Beratung, Hilfe und Unterstützung für Betroffene von Hasskommentaren, Beschimpfungen, Cyber Mobbing und anderen Formen von psychischer und verbaler Gewalt im Netz.  

Gut zu wissen: Hasskriminalität wird nun statistisch erfasst!

Seit 1. November 2020 werden Straftaten, die im Zusammenhang mit Diskriminierung von LGBTIQ*-Personen stehen, in der Kriminalstatistik gesondert erfasst! Hier gibt es detaillierte Informationen dazu.