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Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, verdient nach Rechnung von Oxfam in vier Sekunden so viel, wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr.  Stockhausen – stock.adobe.com

Milliardäre weltweit: Immer reicher und immer mächtiger

Oxfam-Bericht über Elon Musk, Donald Trump und Co.: Die 12 reichste Menschen der Welt besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung

Das Wichtigste in Kürze: 

  • 3.000 Milliardär:innen besitzen 18,3 Billionen US-Dollar 
  • Die zwölf reichsten Personen besitzen mehr als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung 
  • In Österreich zahlen Reiche so wenig Steuern wie nie - 2024 nur 0,98 % Steuern aus Vermögen 
  • ÖGB fordert Millionärssteuer 

Milliardär:innen verdienen durchschnittlich 6.000 Dollar während eines 20-minütigen Powernaps und 145.000 Dollar während eines achtstündigen Schlafs. So lässt sich das Ergebnis des aktuellen Berichts der Entwicklungsorganisation Oxfam zusammenfassen.

Doch nicht nur das Vermögen der Superreichen wächst, auch ihr politischer Einfluss sollte uns Sorgen bereiten. An der Spitze: Tesla-Gründer Elon Musk, der zeitweise als Berater des US-Präsidenten fungierte. Aber vor allem auch der Präsident selbst, Donald Trump, hat seine zweite Amtszeit bisher intensiv dafür genützt, Geld zu scheffeln. Viel Geld und viel Macht sind in wenigen Händen.  

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Das Wichtigste auf einen Blick

Das Vermögen der Reichsten explodiert

Weltweit gibt es inzwischen rund 3.000 Milliardärinnen und Milliardäre, ihr gemeinsames Vermögen beträgt etwa 18,3 Billionen US-Dollar. Eine unvorstellbare Summe.

Seit 2020, in nur fünf Jahren, sind diese Vermögen inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent gewachsen.  

Für Oxfam ist klar: Die Schere zwischen oben und unten geht rasant auseinander. Die zwölf reichsten Personen besitzen heute mehr als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – das sind über vier Milliarden Menschen.

Oxfam stützt sich auf Daten von Forbes, der Weltbank und dem UBS-Weltvermögensreport. International anerkannt, zeigen sie ein klares Bild: Reichtum konzentriert sich rasant – schneller als jemals zuvor.

Warum das auch Österreich betrifft

Extreme Ungleichheit ist kein fernes Problem. Auch in Europa und Österreich geraten faire Löhne, starke Sozialstaaten und Mitbestimmung unter Druck, wenn Reichtum immer stärker konzentriert ist.

Reiche mit großen Vermögen zahlen derzeit so wenig Steuern wie nie zuvor. Im Jahr 2024 kamen nur 0,98 Prozent der Steuereinnahmen aus Vermögen. Das ist weniger als ein Prozent. So wenig wie noch nie. Früher war dieser Anteil höher. In den 1990er-Jahren waren es etwa drei Prozent. Seitdem ist er immer weiter gesunken.

Heute tragen Millionäre mit großen Vermögen so gut wie nichts zum Steuersystem bei. Wenn Österreich Superreiche und ihr Vermögen so besteuern würde wie andere Länder, hätte der Staat allein im Jahr 2024 rund acht Milliarden Euro mehr eingenommen.

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) fordert deshalb seit langem eine gerechtere Steuerpolitik: Wer viel hat, soll auch mehr beitragen. Eine Millionärssteuer ist ein wichtiger Schritt, um die immer größer werdende Ungleichheit zu verringern.

Mit den Einnahmen aus einer solchen Steuer können dringend notwendige Investitionen in Bildung, Pflege, Gesundheit und Klimaschutz finanziert werden – Bereiche, die für die Zukunft und den sozialen Zusammenhalt entscheidend sind.

Mehr dazu erfährst du HIER!

Fazit 

Der Oxfam-Bericht zeigt klar: Während Milliarden Menschen kaum über die Runden kommen, wächst der Reichtum an der Spitze schneller denn je. Ohne politische Gegenmaßnahmen und eine faire Besteuerung von Superreichen drohen Demokratie, sozialer Zusammenhalt und faire Arbeitsbedingungen weiter unter die Räder zu kommen.