GPA-Aktion: Vermögenssteuer jetzt!
Verteilungsgerechtigkeit

Millionärssteuer jetzt!

Gewerkschaft GPA fordert gerechte Besteuerung der Reichsten und stellt klar: „Wir zahlen diese Krise nicht!”

Die Corona-Krise kostet unvorstellbar viel Geld. Allein an „offiziellen” Kosten sollen es in Österreich an die 50 Milliarden Euro sein. Der volkswirtschaftliche Schaden ist um ein Vielfaches höher. Bald wird sich auch die Frage stellen, wer diese horrende Summe bezahlen muss. Klar ist: Es dürfen nicht die ohnehin heftig getroffenen ArbeitnehmerInnen sein. Die Gewerkschaft GPA hat deshalb vor dem Bundeskanzleramt in Wien und in mehreren Bundesländern unter dem Motto „Millionärssteuer jetzt” Aktionen gestartet, die deutlich machen, woher das Geld kommen muss.  

GPA-Aktion: Vermögenssteuer jetzt! GPA-Aktion: Vermögenssteuer jetzt!

 

ArbeitnehmerInnen zahlen 80 Prozent aller Steuern

„Die Steuerlast in Österreich ist äußerst ungesund verteilt. Während Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund 80 Prozent des Steueraufkommens finanzieren, leisten Millionäre nur einen mickrigen Beitrag”, rechnet GPA-Vorsitzende Barbara Teiber vor und zeigt die grobe Ungerechtigkeit auf: „Beim Vermögen ist es genau umgekehrt: Das reichste Prozent der österreichischen Bevölkerung vereint fast 40 Prozent des Vermögens. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung teilt sich nicht einmal 3 Prozent.“

„Sozialabbau, höhere Massensteuern oder Millionärssteuern. Die ersten beiden Möglichkeiten wären aus unserer Sicht fatal."

Barbara Teiber, GPA-Vorsitzende

Zur Finanzierung der Krise gebe es laut Teiber nur drei Möglichkeiten: „Sozialabbau, höhere Massensteuern oder Millionärssteuern. Die ersten beiden Möglichkeiten wären aus unserer Sicht fatal. Die Einführung einer Millionärssteuer ist daher unausweichlich“, stellt die GPA-Vorsitzende klar.  

 

Gewerkschaft GPA legt Modell vor

Die Gewerkschaft GPA fordert aber nicht nur, sie legt auch ein konkretes Modell vor – und dabei wird auf den ersten Blick klar: Es ist treffsicher. Der Schrebergarten, die kleine Wohnung oder die mühsam angelegten Sparbücher wären jedenfalls nicht betroffen. Denn erst ab einer Million Euro würde überhaupt besteuert, nämlich mit 0,5 Prozent auf den Vermögensteil, der über der Grenze liegt. Bei zwei Millionen wäre das dann ein Prozent, ab drei Millionen 1,5 Prozent. Das würde laut Schätzungen des Instituts ICAE an der Johannes-Kepler-Universität pro Jahr vier bis fünf Milliarden Euro an Steuereinnahmen bedeuten – ein wesentlicher und gerechter Beitrag für das ganze Land. 

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In Österreich sprechen sich drei Viertel der Bevölkerung für die Einführung einer Millionärssteuer aus, so Teiber, die deshalb klar fordert: „Die Bundesregierung muss ideologische Scheuklappen ablegen und endlich mit der Umsetzung beginnen.”

Mehr Informationen gibt es auf: https://fuer-gerechte-steuern.at/