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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Weihnachtsgeld nur mit Kollektivvertrag

Wer Weihnachtsgeld bekommt, wer es nicht bekommt und wann es am Konto sein muss

Das Weihnachtsgeld ist eine sogenannte Sonderzahlung, wurde von Gewerkschaften erkämpft und ist in den Kollektivverträgen verankert. Symbolbild: Pärchen mit Geschenken Das Weihnachtsgeld ist eine sogenannte Sonderzahlung, wurde von Gewerkschaften erkämpft und ist in den Kollektivverträgen verankert.

Für 98 Prozent der ArbeitnehmerInnen in Österreich gilt ein Kollektivvertrag. Sie bekommen so in der Regel auch Weihnachtsgeld. Das Weihnachtsgeld ist eine sogenannte Sonderzahlung, wurde von Gewerkschaften erkämpft und ist in den Kollektivverträgen verankert. Regelt weder Kollektivvertrag noch Arbeitsvertrag das Weihnachtsgeld, besteht auch kein Recht darauf. Für freie DienstnehmerInnen oder WerkvertragsnehmerInnen gibt es keine generelle Vereinbarung und daher auch keine Sonderzahlungen – also weder Weihnachtsgeld noch Urlaubsgeld.

Achtung: Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte und FerienjobberInnen haben auch Anspruch auf Weihnachtsgeld. 

Normalerweise beträgt das Weihnachtsgeld einen Monatslohn/-gehalt

Die Höhe des Weihnachtsgeldes hängt vom Kollektiv- oder vom Arbeitsvertrag ab. In den meisten Kollektivverträgen ist es mit einem Monatsentgelt festgeschrieben. Überstunden und Prämien werden nur dann in die Berechnung des Weihnachtsgeldes miteinbezogen, wenn das der Kollektivvertrag vorsieht oder es eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber gibt.

Bei Teilzeitbeschäftigten allerdings müssen regelmäßige Mehrstunden (nicht Überstunden!) beim Urlaubs-/Weihnachtsgeld immer berücksichtigt werden, sofern für die Mehrstunden nicht Zeitausgleich vereinbart ist. Für Zeiten von Karenzurlaub, Präsenz- oder Zivildienst steht kein Urlaubs-/ Weihnachtsgeld zu.

Nur wer das ganze Jahr beschäftigt war, bekommt Weihnachtsgeld in voller Höhe

Voraussetzung für das volle Weihnachtsgeld ist zudem die Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres. Ansonsten gebührt eine anteilige Auszahlung.

Manche Kollektivverträge, wie beispielsweise der für Wachorgane im Bewachungsgewerbe, sehen eine Mindestbeschäftigung von mehreren Monaten vor, damit überhaupt ein Anspruch auf Weihnachtsentgelt entstehen kann.

Bewachungsorgane
Der Anspruch auf Weihnachtsremuneration entsteht erst nach einer ununterbrochenen Unternehmenszugehörigkeit von 3 Monaten (Wartefrist).

Die Weihnachtsremuneration beträgt im:

  • 1. Dienstjahr 3 Wochenlöhne 
  • ab dem 2. Dienstjahr 4,33 Wochenlöhne.

FloristInnen:

  • bis zum vollendeten 3. Arbeitsjahr 3 Wochenlöhne.
  • Nach dem vollendeten 3. Arbeitsjahr 4,33 Wochenlöhne.

Was tun, wenn das Weihnachtgeld nicht ausbezahlt wir, obwohl es einem zusteht?

Wann das Weihnachtsgeld bezahlt werden muss hängt vom Kollektivvertrag ab. Es kann zum Beispiel auch in zwei Teilbeträgen erfolgen. In vielen Fällen muss es aber Ende November oder Anfang Dezember am Konto sein.

Sollte ein Anspruch auf Weihnachtsgeld bestehen, der Arbeitgeber es aber nicht bezahlen, ist es am besten, sich direkt an den Betriebsrat, die zuständige Gewerkschaft oder Arbeiterkammer zu wenden.

Das Weihnachtsgeld wurde von den Gewerkschaften erkämpft und wird von den Gewerkschaften gesichert – jetzt Mitglied werden!

 

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Glosse: Nur wer genug Geld hat, kann Geld ausgeben. Lohnerhöhungen sichern den Sozialstaat.

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