Top 10 Artikel 2020

Diese oegb.at-Artikel wurden 2020 am häufigsten gelesen

Von Arbeitszeitverkürzung als Krisenmittel bis hin zum Tönnies-Skandal. Auf oegb.at haben wir über die wichtigsten Ereignisse und ihre Auswirkungen für die Beschäftigten berichtet.

2020 neigt sich – viele denken sich womöglich endlich – dem Ende zu. Die oegb.at-Redaktion lässt dazu das Jahr Revue passieren und hat sich angeschaut, welche Artikel im Jahr 2020 am meisten gelesen wurden. Eines ist jetzt schon klar, um das Thema „Corona“ kommen wir auch hier nicht herum. 
 

Platz 1: Arbeitszeitverkürzung wirkt auch in der der Krise 

Bei den Argumenten gegen eine Arbeitszeitverkürzung gibt es seit mehr als hundert Jahren keine neuen Ideen. Richtiger sind sie mit der Zeit auch nicht geworden. Die Wirtschaft würde einbrechen, dem Arbeitsmarkt bringe das nichts, vor allem in Krisenzeiten undenkbar – kurz: Es drohe eine riesige Katastrophe. Doch ganz im Gegenteil: Eine Arbeitszeitverkürzung, die der ÖGB schon seit Jahren fordert, wäre ein Mittel, das vor allem auch in der Krise funktioniert. (Patrick Fischer)
 

Platz 2: Ohne Sozialstaat schaut’s schlecht aus 

Die Pandemie hat klargemacht, wie wichtig der von der Gewerkschaftsbewegung immer wieder verteidigte Sozialstaat für unsere Gesellschaft ist. Er hilft uns Krisen zu meistern – individuelle als auch gesellschaftliche und wirtschaftliche. Erst der Vergleich mit anderen Staaten wie Italien, den USA oder Großbritannien offenbart vielen die Vorteile und führt vor Augen wie schlecht es ohne ihn aussehen würde. (Corinna Bürgmann)
 

Platz 3: Höheres Arbeitslosengeld verhindert wirtschaftlichen Absturz 

Durch die Corona-Pandemie sind Tausende Menschen unverschuldet arbeitslos geworden. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage ist es nicht möglich, dass alle rasch wieder einen Job finden. Der ÖGB fordert daher die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent vom letzten Nettoeinkommen. ÖGB-Volkswirtschaftsexperte Ernst Tüchler erklärt im oegb.at-Interview, warum eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes sinnvoll ist. (Barbara Kasper)
 

Platz 4: Was Corona mit unserer Seele macht 

Die Corona-Krise hat viele Menschen seelisch verwundet. Die Einschränkung sozialer Kontakte, beruflicher Druck und finanzielle Sorgen, sowie Spannungen innerhalb der Familie wirkten sich stark auf die Psyche aus. Zusätzliche Hilfe ist dringend nötig. Der Psychologe Roland Bugram schildert im Gespräch mit oegb.at was Corona mit der Seele macht, was wir von Kindern in der Krise lernen können und wie sich die Psyche auf das künftige Arbeiten auswirkt. (Toumaj Faragheh)
 

Platz 5: Fragen & Antworten zur Corona-Kurzarbeit 

Innerhalb kürzester Zeit hat der ÖGB gemeinsam mit den Sozialpartnern und der Bundesregierung ein Kurzarbeitsmodell erarbeitet, das 1,3 Millionen Menschen vor Arbeitslosigkeit geschützt hat. Dieses Modell wurde kontinuierlich weiterentwickelt und später auch an die Bedingungen des zweiten Lockdowns angepasst. Hunderttausende konnten so vor Arbeitslosigkeit bewahrt und mit einer Nettoersatzrate zwischen 80 und 90 Prozent finanziell abgesichert werden. Die wichtigsten Fragen & Antworten zur Corona-Kurzarbeit hat die oegb.at-Redaktion stets in diesem Top-Artikel aktuell gehalten. (Redaktion)
 

Platz 6: jobundcorona.at: Eine Erfolgsgeschichte auf ganzer Linie 

Die Corona-Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Im Frühjahr 2020 hat sich große Verunsicherung bei vielen Menschen breitgemacht, und gerade in diesen schwierigen Zeiten hat sich gezeigt, was die ArbeitnehmerInnen an den Gewerkschaften und Arbeiterkammern haben. Guter Rat war in den ersten Tagen des Lockdowns nicht teuer, sondern für alle leicht zugänglich – und zwar auf jobundcorona.at. Die Geschichte hinter der Infoseite Nummer 1 für ArbeitnehmerInnen liegt auf Platz 6. (Peter Leinfellner)
 

Platz 7: Warum Frauen weniger Pension bekommen als Männer 

Frauen erhalten im Jahr 2020 immer noch rund 42 Prozent weniger Pension als Männer – daher sind sie massiv von Altersarmut betroffen. Der Equal Pension Day am 30. Juli 2020 war ein guter Zeitpunkt, um den Hintergrund zu beleuchten: Wieso steigen Frauen im österreichischen Pensionssystem deutlich schlechter aus und wie kann hier gegensteuert werden? oegb.at hat die Antworten in diesem Top 10 Artikel. (Corinna Bürgmann)
 

Platz 8: Der ÖGB führt Österreich seit 75 Jahren aus unterschiedlichen Krisen 

Die Coronakrise ist nicht die erste Krise, die Sozialpartner, Regierung und Menschen in Österreich vor Herausforderungen stellt, aber sicher die größte seit dem Jahr 1945. Die Antworten auf die jeweiligen Krisen waren genauso vielfältig wie die Auslöser. Eine Konstante bei der Bekämpfung der Krisen war und ist immer: der ÖGB und die Gewerkschaften. (Marliese Mendel)
 

Platz 9: MigrantInnen in der Gewerkschaft: Der erfolgreiche Weg für das „Ausländer-Wahlrecht“ 

Wer in einem Unternehmen in Österreich arbeitet, kann auch Betriebsrat werden – ganz unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Das war aber nicht immer so. Erst eine unrechtsmäßige Betriebsratskandidatur, ein langer Weg durch viele Instanzen und das Engagement von GewerkschafterInnen machten dies möglich. (Franz Fischill)
 

Platz 10: Der Tönnies-Skandal: Über die Cosa Nostra des Fleischhandels 

Es sind Verhältnisse wie im Wilden Westen. Offenbar beherrschen seit Jahren windige Geschäftsleute und profitgierige Banditen die Fleischproduktion in Deutschland. Anders können die ausführlichen Schilderungen des Branchenkenners und NGG-Gewerkschafters Matthias Brümmer im Video-Interview vom Juni 2020 mit oegb.at kaum interpretiert werden. Tönnies, der große Fleischhandelskonzern aus Nordrhein-Westfalen, ist demnach nur die Spitze des Eisbergs. Ein Skandal sondergleichen mitten in der Corona-Pandemie. (Toumaj Faragheh)
 

Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen Leserinnen und Lesern für die Treue und freut sich bereits aufs kommende Jahr. Wir wünschen allen einen guten Rutsch und vor allem ein gesundes neues Jahr!