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Team von whatchado
Weniger Zeit im Büro und mehr Freizeit ist für das Team von whatchado längst Wirklichkeit geworden whatchado
Weniger Arbeit, mehr vom Leben

Arbeitszeitverkürzung „ist nicht nur gut, sondern geil”

VIDEO: Vier-Tage-Woche, 32 Stunden, volles Gehalt – das Erfolgsrezept der Jobvideo-Plattform „whatchado”

„Mit uns findest du den Job deiner Träume!“ – dieses Versprechen gibt das österreichische Unternehmen whatchado auf seiner Homepage.

Einen anderen Traum, den viele Beschäftigte haben, hat whatchado im eigenen Haus bereits umgesetzt: Die wöchentliche Arbeitszeit wurde radikal gekürzt. Seit Jänner 2022 arbeiten die rund 20 MitarbeiterInnen nur mehr 32 Stunden pro Woche.

„Die Gehälter bleiben gleich“, betont der Geschäftsführer der Video-Karriereplattform Jubin Honarfar im Interview mit oegb.at. Manche Einkommen steigen sogar, da Teilzeitmitarbeiter*innen, die ihre Stunden nicht aliquot reduzieren möchten, eine Gehaltserhöhung als Ausgleich bekommen.

CEO whatchado
whatchado

Mit der Arbeitszeitverkürzung hatten wir den Mut zur Veränderung und haben das auch durchgezogen.

Jubin Honarfar, CEO whatchado

    

Mehr Zeit für sich selbst, Familie und Freundeskreis

Mit der kurzen Arbeitswoche bei gleichbleibendem Gehalt hat whatchado bei der Belegschaft voll ins Schwarze getroffen – wie etwa bei Vincent Amadeus Christa, Head of Marketing. Er schwärmt, dass er „einfach mehr Zeit zur Verfügung hat. Ich komme ursprünglich aus Bayern und kann jetzt leichter zu Familie und FreundInnen fahren und mehr mit ihnen unternehmen“. Er geht davon aus, dass kurze Arbeitswochen „sich als neue Norm in vielen Branchen durchsetzen werden“. 

Auch Oliver Eger, Head of Client Relations, ist begeistert: „Du hast einfach einen dritten Tag für dich oder für die Familie und kannst sehr viele Dinge schon an dem freien Tag erledigen und hast dann ein komplett freies Wochenende, um dich voll der Familie zu widmen.“ 

Extrem happy mit ihren kurzen Arbeitswochen und mehr Freizeit ist auch Office Managerin Sabrina Stefanovic. Als zweifache Mutter „möchte ich jede Minute mit meinen Kindern genießen können und möchte nicht unter Stress leben”, wie sie erzählt. In einen Job mit einer 40-Stunden-Woche zu wechseln, kann sie sich derzeit nicht vorstellen.  

Mut zur Veränderung

Von der 32-Stunden-Woche bei vollem Gehalt ist Geschäftsführer Jubin nach wie vor mehr als überzeugt: „Das Unternehmen Freitag, Samstag und Sonntag zuzusperren, war nicht nur eine gute Idee, sondern, das war eine geile Idee. Wir hatten den Mut zur Veränderung und haben das durchgezogen.“

Weniger arbeiten bei gleicher Bezahlung hat die Motivation seines Teams gesteigert, berichtet er. MitarbeiterInnenzufriedenheit ist für ihn – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels – sehr wichtig.

Der interne Stresslevel sei nicht gestiegen, man arbeite jetzt effizienter, fokussierter und mit weniger Leerläufen. 

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Zukunft der Arbeitswelt    

whatchado ist nur ein weiteres Beispiel von Firmen, die in eine neue Ära der Arbeitswelt gestartet sind.

Die Zufriedenheit bei den betroffenen Beschäftigten überrascht Martin Müller, Experte für Arbeitsrecht im ÖGB, nicht: „Von kürzeren Arbeitszeiten profitieren alle. Verkürzte Wochenarbeitszeiten bringen eine deutliche Entlastung für die einzelnen ArbeitnehemerInnen, Familien und die Gesellschaft insgesamt.“