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ArbeitnehmerInnenveranlagung

Für wen sich ein Steuerausgleich lohnt und was es zu beachten gilt

Für viele ist die ArbeitnehmerInnen-Veranlagung (Steuerausgleich) ein einziges Rätsel. Aus diesem Grund verzichten sie darauf, eine Steuererklärung einzureichen und schenken so dem Finanzminister viel Geld. Der ÖGB informiert im zweiten Teil der Serie „Hol‘ dir dein Geld zurück“, was es bei dem Antrag zu beachten gilt und für wen es sich lohnt eine ArbeitnehmerInnenveranlagung abzugeben.

Bis wann müssen Arbeitgeber den Jahreslohnzettel an das Finanzamt übermitteln?

Die Arbeitgeber haben bis Ende Februar Zeit, die Jahreslohnzettel elektronisch zu senden. Daher macht es auch wenig Sinn, die ArbeitnehmerInnenveranlagung – vor allem auch online – viel früher zu beantragen.

Worauf gilt es beim Antrag besonders zu achten?

Wichtig ist es, dass das Formular richtig ausgefüllt ist. So ist etwa darauf zu achten, die richtige Anzahl an Jahreslohnzettel (Arbeitgeber) im abgelaufenen Jahr anzugeben. Denn: Stimmt die Zahl nicht mit den beim Finanzamt gespeicherten Daten nicht überein, wird der Jahresausgleich nicht oder falsch gemacht. Das kann dazu führen, dass eine zu hohe Gutschrift dann wieder zurückgezahlt werden muss.

Wann zahlt sich eine ArbeitnehmerInnenveranlagung aus?

Für Teilzeitbeschäftigte, Lehrlinge, PraktikantInnen und Personen, die während des Jahres von Vollzeit auf Teilzeit gewechselt oder in Karenz gegangen sind oder nicht durchgehend beschäftigt waren, kann es zu einer Gutschrift kommen. Außerdem gibt es für Eltern den AlleinerzieherInnen- oder verdienerInnenbetrag. Wer Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen absetzen kann, sollte auf die Veranlagung nicht verzichten.

Was kann zusätzlich zu den Sonderausgaben abgesetzt werden?

  • Pendlerpauschale

Unter gewissen Umständen haben ArbeitnehmerInnen Anspruch auf das kleine oder große Pendlerpauschale Anspruch. Das kleine Pendlerpauschale steht zu, wenn die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zumutbar ist. Beim großen, wenn das nicht der Fall ist. Zusätzlich zum großen oder kleinen Pendlerpauschale gibt es seit 2013 auch einmal pro Jahr einen Pendlereuro für jeden Kilometer des Hin- und des Retourweges.  Mehr Informationen zur Pendlerpauschale und zum Pendlerrechner

  • Aus- und Fortbildungskosten sind Werbungskosten

Aus- und Fortbildungskosten, die durch den Beruf veranlasst sind und von auch selbst bezahlt werden, können bei der Steuer berücksichtigt werden. Abzugsfähig sind die Kursgebühren, die Kursunterlagen, Prüfungsgebühren, Kopierkosten, aber auch die Fahrtkosten zum Kursort – also alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Kurs anfallen.

  • Computer abschreiben

Wenn Sie sich einen Computer kaufen, den sie auch beruflich nutzen, dann können Sie das über mehrere Jahre hinweg als Werbungskosten abschreiben. Für die private Nutzung müssen Sie 40 Prozent der Kosten, die Sie für das Gerät und Zubehör bezahlt haben, abziehen. Bei einem Computer geht man davon aus, dass er drei Jahre genutzt wird, das Absetzen der Kosten für die Abnutzung wird also auf drei Jahre verteilt.
ACHTUNG: Einen Computer, den Sie für die Ausbildung des Kindes kaufen, können Sie jedoch nicht absetzen.

  • Betriebsratsumlage abschreiben

Die Betriebsratsumlage wird zwar bei der Lohnverrechnung gleich von den ArbeitgeberInnen einbehalten. Sie wirkt sich da aber noch nicht steuermindernd aus. Deshalb lohnt es sich die gesamte Betriebsratsumlage bei der ArbeitnehmerInnenver-anlagung unter „Sonstige Werbungskosten“ einzutragen.

  • Gewerkschaftsbeitrag abschreiben

Gewerkschaftsbeiträge dürfen dann als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn diese noch nicht vom Arbeitgeber einbehalten und bei der Lohnverrechnung berücksichtigt wurden.

  • Außergewöhnliche Belastungen

Beispiele für außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt sind: Krankheitskosten, Kurkosten, Kosten für ein Alters- oder Pflegeheim und für häusliche Pflege und Betreuung von Angehörigen und Begräbniskosten. Die Höhe des Selbstbehaltes hängt vom Einkommen ab. Außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt sind: Kosten für das Beseitigen von Katastrophenschäden und Mehrkosten, die wegen einer Behinderung oder für eine notwendige Diätverpflegung entstehen sowie Kinderbetreuungskosten. Detaillierte Informationen

Müssen Rechnungen mitgeschickt werden?

Nein. Rechnungen und Quittungen sollten aber sieben Jahre lang aufbewahrt werden, falls das Finanzamt doch einmal nachfragt.

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