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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Kinder brauchen Platz

Kinder leiden am meisten unter teuren Mietpreisen und engen Wohnungen

Wohnen in Österreich ist zu teuer. In den letzten 10 Jahren sind die Mietpreise um rund 35 Prozent angestiegen. Die Wohnkosten werden für die Menschen immer höher, die Armutsgefährdung steigt. Die Leidtragenden sind vor allem die Kinder, denn die Wohnungen sind oft nicht kindgerecht.

Schlechte Bausubstanz macht Kinder krank

Die Mieten steigen immer weiter, während die Qualität der Wohnungen oft mehr schlecht als recht ist. Viele der halbwegs leistbaren Wohnungen sind alt und sanierungsbedürftig. Die Bausubstanz ist in die Jahre gekommen und es gibt keine Wärmedämmung.

Die Energiekosten sind daher verhältnismäßig hoch und vielen Menschen fehlen im Winter die Mittel um ausreichend zu heizen. Kinder, die in solchen Haushalten leben, sind besonders belastet und häufiger krank als Gleichaltrige.

Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten

Viele Familien mit Kindern mit niedrigen Einkommen können sich nur kleine Mietwohnungen leisten. Dadurch sind die Wohnungen meist überbelegt und somit nicht kindgerecht. Die Kinder haben keine eigenen Zimmer, weil es mehr Kinder als Zimmer in der Wohnung gibt, die Eltern sich aber keine größere Wohnung leisten können. Dadurch haben sie nicht genug Platz, um sich zu entfalten. Sie haben keine Möglichkeit sich zurück zu ziehen, in Ruhe zu lernen oder Freunde einzuladen. Eine unzureichende Wohnsituation schränkt Kinder in ihren Potentialen ein und erschwert ihnen die soziale Teilhabe.

Kinderarmut bekämpfen

Mehr als 370.000 Kinder und Jugendliche in Österreich gelten als armutsgefährdet. Kinderarmut bekämpfen bedeutet aber nicht nur, dass Kinder einen vollen Magen und ein Dach über dem Kopf haben.

„Kinder müssen die gleichen Zukunftschancen haben, unabhängig von der Herkunft und dem Einkommen der Eltern."Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende

Viele armutsgefährdete Haushalte in Österreich sind auf Unterstützung durch Sozialleistungen angewiesen. Mit der Sozialhilfe NEU werden soziale Mindeststandards in Zukunft abgeschafft werden und auch Familien mit mehreren Kindern weniger finanzielle Unterstützung erhalten. „Dieses Gesetz schafft Armut und trifft die Schwächsten der Gesellschalt“, betont auch ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann.

Die ÖGB-Frauen fordern daher:

  • eine Sozialpolitik, die den Menschen ein tragfähiges Netz bietet und verhindert, dass Menschen in Armut abgleiten,
  • die Einführung einer gesetzlichen Unterhaltsgarantie, damit Kinder, die keinen oder einen sehr geringen Unterhalt beziehen, abgesichert sind,
  • einen Rechtsanspruch auf einen beitragsfreien Kinderbildungsplatz ab 1. Lebensjahr des Kindes, welcher Vollzeitarbeit ermöglicht.

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