Frauen am Arbeitsmarkt

Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist in den letzten Jahren zwar kontinuierlich gestiegen, dennoch sind sie am Arbeitsmarkt strukturell benachteiligt. Fast die Hälfte der erwerbstätigen Frauen arbeitet Teilzeit – meist aufgrund tradierter Rollenklischees, Kinderbetreuungspflichten oder der Pflege von Angehörigen. In der Krise hat sich dieser Zustand nochmal verschlimmert. Das führt zu Einkommensverlusten und niedrigen Pensionen. Frauen sind aber so gut ausgebildet wie nie zuvor und unverzichtbar für den Arbeitsmarkt. Der ÖGB fordert daher den flächendeckenden Ausbau von Frauenberufszentren und Kinderbetreuungseinrichtungen, eine eigene Corona-Frauenarbeitsstiftung, die Verkürzung der Arbeitszeit, um Job und Familie besser unter einen Hut zu bringen und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des Nettoeinkommens.

Arbeit und Jobverlust

Im Vergleich zum März 2019 sind noch immer rund 48.500 Frauen mehr arbeitslos. ÖGB

Frauen sind von Arbeitslosigkeit durch die Corona-Krise viel stärker betroffen als Männer. Denn der Beschäftigungsrückgang betrifft in erster Linie frauendominierte Branchen wie Tourismus, Gastronomie und persönliche Dienstleistungen. 

Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin
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Frauen am Limit

27 Prozent der Frauen mussten während der Corona-Krise ihre Arbeitszeit reduzieren, um die Kinderbetreuung zu stemmen – allerdings nur 16 Prozent der Männer.

Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin

Frauen fördern

Frauen sind in Arbeitslosigkeit aufgrund geringer Einkommen massiv von Armut betroffen. Der ÖGB fordert daher eine Erhöhunhg des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin

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