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Das Ziel, dass der freie Sonntag nach 25 Jahren nicht mehr verteidigt werden muss, ist noch nicht erreicht. Den Bündnispartnern ist klar: Die Verteidigung des arbeitsfreien Sonntags bleibt ein Dauerbrenner.

Arbeitszeit

25 Jahre Allianz: Der arbeitsfreie Sonntag bleibt ein gemeinsames Ziel

ÖGB unterstützt den Kampf als Gründungsmitglied

Das Wichtigste in Kürze

  • ÖGB ist Gründungsmitglied der Allianz für den freien Sonntag
  • Rufe nach offenen Geschäften verstummen nicht
  • Beschäftigte und viele Unternehmen lehnen Sonntagsöffnung ab
  • Arbeitsfreier Sonntag wird weiter mit vereinten Kräften verteidigt

„Mit der Allianz für den freien Sonntag gibt der ÖGB gemeinsam mit anderen Institutionen den Startschuss für eine breit angelegte Bewusstseinsoffensive“, erklärte der damalige ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch am 2. Oktober 2001 gegenüber der APA.

Daraus wurde ein langer, manchmal konditionsraubender Lauf – mit einem durchaus positiven Zwischenstand: 25 Jahre, zahlreiche Informations- und Bewusstseinskampagnen, Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben und öffentliche Veranstaltungen später kann eine vorsichtig positive Bilanz gezogen werden: Die Ausweitung der Sonntagsarbeit im Handel konnte verhindert werden. 

Mit der Kampagne „Mein freier Sonntag“ wurde zuletzt sichtbar gemacht, welchen Wert der Sonntag für Familien, Freundschaften, Vereine, Ehrenamt, Sport und Glauben hat.

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz für den freien Sonntag gehören neben ÖGB und Arbeiterkammer katholische, evangelische und andere christliche Kirchen sowie Vereine. Auch einzelne Unternehmen haben sich dem Bündnis angeschlossen. 

Auch viele Unternehmen gegen Sonntagsöffnung

Das Ziel, dass der freie Sonntag nicht mehr verteidigt werden muss, ist dennoch nicht erreicht. Den Bündnispartnern ist klar: Die Verteidigung des arbeitsfreien Sonntags bleibt ein Dauerbrenner. 

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian betont: „Die ständigen Rufe nach der Sonntagsöffnung im Handel ignorieren bewusst die Fakten: Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher ist ebenso wie viele Unternehmer klar gegen eine Sonntagsöffnung – von den Beschäftigten ganz zu schweigen.“

Deutliches Nein der Beschäftigten 

Auch bei den Beschäftigten im Handel ist die Haltung seit Jahren klar: Sie sprechen sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Arbeit am Sonntag aus.

„Dieses deutliche Nein der Betroffenen ist für uns ein klarer Auftrag. Wir werden keine Öffnungszeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützen, die die Interessen der Beschäftigten nicht berücksichtigen“, so Katzian. 

Der ÖGB wird die Allianz freien Sonntag in Österreich auch weiterhin unterstützen: „Seit 25 Jahren setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass der Sonntag als gemeinsamer freier Tag erhalten bleibt – und wir sind auch die nächsten 25 Jahre gerne und engagiert dabei“, sagt der ÖGB-Präsident: „Ich danke allen, die gemeinsam mit der Allianz und mit uns dafür eintreten: Die Sonntagsöffnung im Handel muss die Ausnahme bleiben.“

 

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