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Ab sofort gibt es die e-Card nicht nur als Plastikkarte, sondern man kann sie auch bequem übers Handy nutzen. SVC / Wilke

Jetzt neu: Digitale e-Card am Handy nutzen

So kannst du die digitale e-Card aktivieren und beim Arztbesuch verwenden

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die digitale e-Card gibt es in den Apps „Meine SV“, „Meine ÖGK“ und weiteren Apps der Sozialversicherung
  • Zur Aktivierung braucht man ein NFC-fähiges Smartphone, ID Austria und Internetverbindung
  • Beim Arztbesuch wird das Handy wie eine kontaktlose Bankkarte ans e-Card-Lesegerät gehalten
  • Die physische e-Card bleibt gültig, die digitale Version ist ein zusätzliches Angebot
  • Gesundheitsdaten bleiben unter nationalen Datenschutzstandards, sie liegen nicht auf dem Smartphone

Ab sofort gibt es die e-Card nicht nur als Plastikkarte, sondern man kann sie auch bequem übers Handy nutzen. Dafür muss man eine App installieren und in wenigen Schritten ist die digitale e-Card einsatzbereit. 

Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

Versicherte brauchen eine gültige physische E-Card, ein NFC-fähiges Smartphone, aktuelle App-Version und stabiles Internet. Dazu kommt die ID Austria – die digitale Staats-ID. 

Schritt 2: App installieren 

Lade die passende Sozialversicherungs-App (z. B. „Meine SV“, „Meine ÖGK“) kostenlos aus Play Store/App Store. Wichtig: Nur wenn NFC am Handy aktiviert ist, kommuniziert die E-Card mit dem Lesegerät beim Arzt bzw. der Ärztin oder in der Apotheke.

Schritt 3: Mit ID Austria einloggen 

App öffnen, Anmeldung mit ID Austria wählen. Mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung identifizieren. Nach erfolgreichem Login sind alle Services – inklusive digitale E-Card – freigeschaltet.

Schritt 4: e-Card hinzufügen

Unter „Übersicht“ den Punkt „digitale e-card“ anwählen. Bei noch nicht hinterlegter Karte: „Digitale E-Card hinzufügen“ antippen. Bei bestehender ID Austria dauert das nur wenige Minuten.

Schritt 5: Beim Arzt verwenden 

App öffnen, „digitale e-card“ wählen, auf „Verwenden“ tippen. Handy wie kontaktlose Bankkarte ans GINO-Lesegerät halten – bis drei LEDs grün leuchten. Fertig!

Schritt 6: Bei Problemen 

Handy gesperrt, App zu oder kein Internet? Digitale E-Card funktioniert dann nicht. Physische Karte immer mitnehmen – besonders bei schlechtem Empfang oder leerem Akku. So sind Ansprüche gesichert.

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Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz im Fokus

Mit der neuen digitalen Version wird der Zugang zu medizinischen Leistungen noch unkomplizierter, weil viele Menschen ihr Smartphone ohnehin immer bei sich tragen. „Die physische Karte bleibt selbstverständlich bestehen, die digitale e-card ist ein zusätzliches Angebot“, unterstreicht Neumayer-Stickler.

Beim Datenschutz bleibt das bisherige System unverändert: Die e-Card – physisch oder digital – ist nur der Schlüssel zum System, Gesundheitsdaten selbst liegen nicht auf dem Gerät. Die Verarbeitung sensibler Informationen erfolgt nach den höchsten nationalen Datenschutzstandards, unabhängig von internationalen Servern und Anbietern.

Was bedeutet das für Beschäftigte? 

Für Beschäftigte heißt das: mehr Flexibilität im Alltag, etwa beim spontanen Arzttermin in der Mittagspause oder auf Dienstreise. Wer sein Handy immer dabeihat, hat damit auch die digitale e-Card griffbereit, ohne lange im Geldbörsel zu suchen.

Gleichzeitig braucht es klare Regeln im Betrieb – etwa, ob das Diensthandy privat genutzt werden darf oder ob private Gesundheits-Apps am Firmenhandy erlaubt sind.

„Die digitale e-Card ist ein wichtiger Schritt, um Gesundheitsservices dort verfügbar zu machen, wo die Menschen sie wirklich brauchen – direkt auf dem Smartphone. Diese Entwicklung zeigt, dass Österreich bei der digitalen Gesundheitsversorgung international eine Pionierrolle einnimmt“, erklärt Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik und Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger. 

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