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Familienbonus benachteiligt Frauen

Nur ein Viertel der Gesamtsumme des Bonus werden Frauen bekommen.

Mit dem 1. Jänner 2019 tritt der „Familienbonus Plus“ in Kraft. Die Regierung verkauft ihn gern als große Entlastungsmaßnahme für Familien. Doch nicht jedes Kind ist gleich viel wert. Einkommensschwache Familien, insbesondere AlleinerzieherInnen, werden benachteiligt. Auch Frauen steigen schlecht aus.

Um den Familienbonus Plus voll ausschöpfen zu können, ist ein Bruttoeinkommen von 1.700 Euro bei einem Kind notwendig. Bei zwei Kindern sind es 2.200 Euro. Wer weniger verdient, wird von dem Bonus nicht voll profitieren oder geht sogar absolut leer aus. Neben Familien mit niedrigen Einkommen zählen auch Frauen zu den Verliererinnen beim Familienbonus. Drei Viertel der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten in Teilzeit und haben daher häufig kein ausreichend hohes Einkommen für den Bonus.  Laut einer Studie des „European Centre for Social Welfare and Research“ bekommen sie weniger als ein Viertel von der Gesamtsumme des Familienbonus (1,2 Milliarden Euro), nämlich nur 24 Prozent. Damit gewinnt das Männereinkommen im Haushalt zusätzlich gegenüber den Fraueneinkommen an Gewicht.

Betreuungskosten nicht mehr von der Steuer absetzbar

Mit der Einführung des „Familienbonus Plus“ wird auch der Kinderfreibetrag gestrichen und die Kinderbetreuungskosten können nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden. Sind solche Aufwendungen vorhanden, dann führt das dazu, dass sich die Steuergutschrift weiter reduziert wird. Außerdem wirkt sich der Familienbonus in Verbindung mit der Abschaffung der Absetzbarkeit der Kinderbetreuung negativ auf die Möglichkeiten von Frauen in der Arbeitswelt aus, er bietet einen Anreiz zur häuslichen Betreuung. In dem meisten Fällen ziehen sich dann die ZweitverdienerInnen im Haushalt, insbesondere Mütter, aus dem Arbeitsmarkt zurück.

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