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Wenn dich das Coronavirus am Arbeiten hindert…

…muss der Arbeitgeber deinen Lohn weiterzahlen – mit einer Ausnahme

Die Ausbreitung des Corona-Virus kann dazu führen, dass ArbeitnehmerInnen am Arbeiten gehindert werden. Die 6 wichtigsten Fallkonstellationen und ihre jeweiligen Folgen im Überblick:

1. Du kannst deinen Wohnort nicht verlassen oder deinen Arbeitsplatz nicht erreichen.

Das könnte passieren, wenn eine Behörde beschließt, deine Gemeinde oder den Ort des Arbeitsplatzes abzuriegeln oder keine Züge mehr fahren.

Folge: Der Arbeitgeber muss dein Gehalt bzw. deinen Lohn weiterhin zahlen.

2. Der Arbeitgeber sperrt den Betrieb vorsorglich zu.

Folge: Der Arbeitgeber muss dein Gehalt bzw. deinen Lohn weiterhin zahlen.

3. Man stellt dich unter Quarantäne.

Du kommst z. B. aus Italien zurück nach Österreich und du wirst von einer Behörde unter Quarantäne gestellt, wodurch du dienstverhindert bist.

Folge: Der Arbeitgeber muss dein Gehalt bzw. deinen Lohn weiterhin zahlen.

4. Dein Kind kann nicht in den Kindergarten oder in die Schule, weil die Einrichtung gesperrt ist.

Das Kind ist nicht alt genug, um alleine zuhause bleiben zu können. Deshalb bleibst du zuhause bei deinem Kind, anstatt in die Arbeit zu gehen. Darf ich das als ArbeinehmerIn?

Folge: Ja - wenn Kindergarten oder Schule aufgrund behördlicher Maßnahmen gesperrt sind, eine Betreuung des Kindes notwendig ist (das hängt vor allem vom Alter des Kindes ab) und wenn es keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit gibt. Dann sei es "unbestritten eine Dienstverhindung aus persönlichen Gründen", sagt Philipp Brokes, Jurist bei der AK Wien. Unklar ist, wie lang man Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber hat, darüber laufen gerade Gespräche mit den Sozialpartnern. Ging man bisher von einer Woche als Richtwert aus, heißt es jetzt auf der Homepage des Sozialministeriums, der Anspruch bestehe "im Ausmaß einer kurzen Zeit (für die Dauer der behördlich angeordneten Quarantäne)".

5. Du wirst selbst krank.

Folge: Wie bei allen Erkrankungen gilt auch hier: Der Arbeitgeber muss dein Gehalt bzw. deinen Lohn weiterhin zahlen. Bei längerem Krankenstand gibt es Krankengeld.

6. Du bleibst aus reiner Angst vor dem Virus zuhause, ohne selbst einer besonderen Risikogruppe anzugehören oder einen anderen wichtigen Grund zu haben.

Folge: Nur in diesem Fall muss der Arbeitgeber dein Gehalt bzw. deinen Lohn nicht weiterhin zahlen. Außerdem ist dies nicht zu empfehlen, weil du damit unter Umständen einen Entlassungsgrund setzt.

All diese Regelungen gelten für ArbeiterInnen und Angestellte gleichermaßen!

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter oegb.at/corona.

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