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Oberösterreich

Entmündigung der ArbeitnehmerInnen wird Realität

Letzte Betriebsversammlung der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse stand im Zeichen des Abschieds

Am 1. Jänner wird die von der türkis-blauen Regierung beschlossene Zwangsfusion der neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse traurige Realität. Aus diesem Anlass fand am heutigen 10. Dezember die letzte Betriebsversammlung der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK) statt, an der mehrere hundert Beschäftigte teilnahmen und die OÖGKK mit Konduktmusik verabschiedet wurde.

„Die Zwangsfusion ist eine Entmündigung der ArbeitnehmerInnen. Seit 150 Jahren haben die Beschäftigten selbst über ihre Beiträge bestimmt. Nun sind es die Arbeitgeber, die entscheiden, wie das Geld der oberösterreichischen Versicherten verwendet wird“, brachte der Geschäftsführer der GPA-djp Oberösterreich, Andreas Stangl, die Kritik der Gewerkschaften auf den Punkt.

Gefahr der Verschlechterungen
Klar ist, so Stangl, dass es durch die Fusion zu keinen Verbesserungen für die oberösterreichischen Versicherten kommen werde. „Die versprochene Patientenmilliarde war eine Augenauswischerei. Wenn nun die Unternehmer über die Beiträge der Versicherten entscheiden, ist die Gefahr groß, dass es zu Verschlechterungen in der Versorgung und Selbstbehalten kommt“, sagt Stangl. Dadurch würde die ArbeitnehmerInnen die Gesundheitsversorgung nicht billiger, sondern teurer kommen.

Neben längeren Wartezeiten und schlechterer Versorgungssicherheit droht unserem Gesundheitssystem auch die Gefahr von umfassenden Privatisierungen. „Die Wirtschaft wittert bereits das Geschäft mit unserer Gesundheit“, warnt Stangl.

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