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Krankenstand

ÖVP-Vorschlag ist politisch unverfroren und wirtschaftlich unsinnig Achitz: "Druck auf Arbeitnehmer, sich krank in die Arbeit zu schleppen, steigt"

Geht es nach dem ÖVP-Wirtschaftsbund, sollen Unternehmen künftig den ersten Krankenstandstag ihrer MitarbeiterInnen nicht mehr bezahlen. Eine Forderung, die Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, strikt zurückweist. "Der Wirtschaftsbund fordert Krankengeld für Selbstständige, gleichzeitig soll ArbeitnehmerInnen die Bezahlung am ersten Krankenstandstag gestrichen werden. Das ist politisch unverfroren." Der Vorschlag sei außerdem wirtschaftlicher Unsinn. "Kommen ArbeitnehmerInnen krank in den Betrieb, sind sie unfallanfälliger. Wer sich nicht rasch auskuriert, riskiert außerdem einen Langzeitkrankenstand. Dazu kommt noch die Ansteckungsgefahr. Damit sollte klar sein, dass es für einen Betrieb sinnvoller ist, wenn kranke MitarbeiterInnen zu Hause bleiben", stellt Achitz fest.

Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust krank in den Betrieb
Wenn Haubner davon ausgeht, dass mit einem unbezahlten ersten Krankenstandstag die Zahl der Kurzkrankenstände zurückgehen werde, unterstelle er außerdem den ArbeitnehmerInnen, sie würden aus Jux und Tollerei Krankenstand in Anspruch nehmen. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir wissen, dass der Druck auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigt und sie eher dazu neigen, sich krank in die Arbeit zu schleppen, weil sie Angst haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren", sagt Achitz.

Jeder Euro in betriebliche Gesundheitsförderung kommt x-fach zurück
Sinnvoll sei Haubners Anregung, in betriebliche Gesundheitsförderung zu investieren. "Wenn Arbeitgeber für ein gutes Betriebsklima und gesunde Arbeitsbedingungen sorgen, nimmt die Zahl der Krankenstandstage automatisch ab. Jeder Euro, der in betriebliche Gesundheitsprojekte investiert wird, kommt x-fach ins Unternehmen zurück. Daher ist es nicht notwendig, den MitarbeiterInnen die Bezahlung des ersten Krankenstandstags zu streichen, um Gesundheitsförderung im Betrieb zu ermöglichen. Schließlich sollte es auch im Sinne der Unternehmer sein, das ihre MitarbeiterInnen gesund sind", betont Achitz.

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