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Austro Control: Gewerkschaft fordert Klarstellung der Geschäftsführung wegen Verrohung der Sprache

vida-Liebhart: MitarbeiterInnen als „Altlasten“ zu bezeichnen ist verbale Entgleisung sondergleichen und schürt nur Verunsicherung und Demotivation

Empört ist Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, über Äußerungen von Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl in einem im „Kurier“ veröffentlichten Interview zu angekündigten Sparmaßnahmen u.a. auch bei den Personalkosten aufgrund der Einbrüche im Luftverkehr durch die Corona-Krise. So wird Hackl mit den Worten „Unser Problem ist, dass wir zu viele Altlasten und Altverträge haben", im Kurier zitiert. „Langjährige erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich als ‚Altlasten‘ zu diffamieren, das ist eine verbale Entgleisung sondergleichen“, fordert Liebhart eine Klarstellung und Entschuldigung der Geschäftsführerin bei der Belegschaft sowie eine Rückkehr zu einer respektvollen und wertschätzenden Kommunikation. 

Eine von der Gewerkschaft kurzfristig durchgeführte Online-Umfrage hat ergeben, dass eine klare Mehrheit von über zwei Dritteln der Belegschaft hinter dieser Forderung steht, so der vida-Gewerkschafter weiter. Eine derartige Verrohung der Sprache führe nur zu einer Verunsicherung der Belegschaft und löse kein einziges durch die Corona-Krise verursachtes Problem des Unternehmens, ruft Liebhart die Geschäftsführung bei der Erhebung von Einsparungspotenzial zur Rückkehr zur Sachlichkeit auf. „In der Luftfahrt steht Sicherheit immer an oberster Stelle. Es ist daher völlig deplatziert, wenn die Geschäftsführung in von hoher Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit geprägten Krisenzeiten mit ihren öffentlichen Äußerungen Angst und Demotivation unter den Beschäftigten der Austro Control stiftet“, bekräftigt der vida-Gewerkschafter.   

„Völlig unverständlich ist im Zusammenhang mit dem angekündigten Sparpaket bei der Austro Control auch, dass die Geschäftsführung gerade jetzt ankündigt, die Preise für die fünfjährige Bewilligung einer Drohne von 300 auf 28 Euro - was einem Minus von rund 90 Prozent entspricht - zu senken. Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kopf dafür hinhalten sollen, wenn die Geschäftsführung die Leistungen der Austro Control immer billiger verkauft“, kritisiert Liebhart abschließend. 

 
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