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AMS-Budget: Ausbildung gefährdet

Jeder Euro, der bei der Ausbildung junger Menschen gespart wird, ist Zukunftsraub

Dem Arbeitsmarktservice droht eine massive Budgetkürzung für 2019. Weil es noch immer keinen politischen Beschluss seitens des Sozial- und Finanzministeriums gibt, wie hoch das Budget sein wird und, ob die AMS-Rücklagen aufgelöst werden, wurden bereits alle AMS-Landesorganisationen vom Vorstand in Wien angewiesen, mit neuen Kursen und Förderungen „äußerst sparsam“ umzugehen. Vor allem Langzeitkurse, wie die Überbetriebliche Lehrausbildung könnten davon betroffen sein.

Überbetriebliche Lehrausbildung gefährdet

Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) ist empört: „Dass das Budget des AMS gekürzt wird, ist sinnlos genug. Dass dadurch aber auch zukünftige Lehrgänge in der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) gefährdet sind und dadurch hunderte junge Menschen im Herbst ohne Ausbildungsplatz dastehen könnten, ist verantwortungslos. Hofer ist überzeugt: „Jeder Euro, der bei der Ausbildung von jungen Menschen zu Fachkräften gespart wird, ist Zukunftsraub. Eine solide Ausbildung ist der beste Garant gegen Arbeitslosigkeit, das sollte auch der Sozialministerin und dem Finanzminister klar sein. Dass jungen Menschen diese Chance genommen werden soll, ist unverständlich."

Die vergangenen Tage waren voll von Meldungen über Fachkräftemangel. „Dass in den letzten zehn Jahren rund 10.000 Ausbildungsbetriebe verloren gegangen sind, darüber spricht niemand“, verweist die ÖGJ-Vorsitzende auf den Rückgang der Ausbildungsbetriebe. Gab es 2006 noch 37.783 Betriebe, die Lehrlinge ausgebildet haben, so waren es 2016 nur mehr 28.204, das ist rund ein Viertel weniger! „Da müssen sich die Unternehmen auch selbst an der Nase nehmen!“ Die ÖGJ hat schon vor Jahren das Modell der Fachkräftemilliarde vorgelegt, welches die Ausbildung von allen Lehrlingen sichern und das AMS-Budget entlasten würde.

Fachkräftemilliarde: Das ÖGJ-Modell für einen Ausbildungsfonds

Die Gewerkschaftsjugend fordert einen Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde), in den Firmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten. Der Fonds soll durch ein Prozent der Jahresbruttolohnsumme durch die Unternehmen finanziert werden. Laut Prognosen wären das für das Jahr 2018 rund 1,8 Milliarden Euro, die für die Fachkräfte Aus- und Weiterbildung verwendet werden könnten. Mit der Fachkräftemilliarde sollen auch die Plätze in überbetrieblichen Ausbildungsplätzen finanziert werden, die derzeit der Bund (über das AMS) finanziert. „Damit wäre den Jugendlichen, die eine Ausbildung machen wollen, geholfen. Das AMS würde finanziell entlastet und dem Facharbeitsmangel würde entgegengewirkt werden“, so Hofer abschließend.

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