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Pendlerrechner bringt weniger Geld

Seit 2014 ist das Ergebnis des Pendlerrechners ausschlaggebend, ob Sie Anspruch auf die Pendlerpauschale haben, und wenn ja, in welcher Höhe. Ein Nachteil für PendlerInnen.
ArbeitnehmerInnen können unter bestimmten Voraussetzungen das kleine oder das große Pendlerpauschale geltend machen. Dabei kommt es unter anderem auf die Entfernung des Wohnorts zur Arbeit und die verfügbaren Verkehrsmittel an. Je nachdem wie lang der Arbeitsweg ist und welche Pauschale zusteht, gibt es jährlich zwischen 372 und 3.672 Euro.


Neu: Ob ein Anspruch besteht, berechnet der Pendlerrechner

Seit 2014 müssen BezieherInnen der Pendlerpauschale, die Berechnung des Anspruches über den Pendlerrechner des Finanzministeriums vornehmen. Für viele Anspruchsberechtigte ist das Ergebnis ernüchternd, da ihnen dann eine geringere Pendlerpauschale zusteht, als ihnen nach einer Berechnung mit gängigen Routenplanern zustehen würde.

Grundsätzlich wird die kürzeste und nicht die beste Verbindung zur Berechnung herangezogen, und es wird davon ausgegangen, dass ein Auto zur Verfügung steht. Also werden sie, selbst wenn Sie in Gehweite von einem Bahnhof wohnen, zu weit entfernten "Park and Ride"-Anlagen geschickt. PendlerInnen haben daher sehr oft einen geringeren oder gar keinen Anspruch auf die Pauschale.

Der ÖGB kritisiert die falschen Berechnungen. Österreichs ArbeitnehmerInnen sind mobil, dass darf nicht durch ein Computerprogramm bestraft werden, das unsinnige oder auch falsche Routen berechnet und davon ausgeht, dass alle Menschen Autos haben.


Ergebnis ist rechtsverbindlich

Da das Ergebnis des Rechners grundsätzlich rechtsverbindlich ist, empfehlen ÖGB und Arbeiterkammer im Falle eines unrichtigen Ergebnisses des Pendlerrechners, die tatsächlich zustehende Pendlerpauschale im Wege der ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend zu machen.

Beispiele:

Einer Arbeitnehmerin unterschlägt der Pendlerrechner 7,3 Kilometer, sodass sie nur noch die Pendlerpauschale von 2.568 Euro bekommen würde. Laut gängigen Routenplanern würden ihr 3.672 Euro zustehen. Mit dem geringeren Freibetrag verliert sie dadurch jährlich 420 Euro.

Ein Arbeitnehmer, der nur rund 1,5 Kilometer vom Bahnhof entfernt wohnt, wird vom Pendlerrechner gezwungen, zur "Park and Ride"-Anlage zu fahren und von dort aus mit der U-Bahn zum Arbeitsplatz zu fahren. Die Folge: Er verliert seinen Anspruch auf die Pendlerpauschale (696 Euro jährlich) und auf den Pendlereuro (42 Euro jährlich). Ohne diesen Freibetrag ergibt sich ein Verlust von 343 Euro.

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