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Der Kassen-Kollaps

Die Österreichische Gesundheitskasse steht vor einem Berg voll Schulden. Retten kann sie nur der Staat.

Das Minus in der ÖGK wird immer größer. Der Berg voll Schulden liegt irgendwo zwischen 600 Millionen und 1 Milliarde Euro. Bis alle Rücklagen aufgebraucht sind, wird es wohl noch gut ein halbes Jahr so weitergehen können, rechnet Andreas Huss, der neue Obmann der ÖGK vor. Dann wird unser Gesundheitssystem zusammenfallen.

Angefangen hat alles mit dem Kassenumbau der Türkis-Blauen-Regierung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein durch die gestiegene Arbeitslosigkeit und der dadurch entfallenen Beitragszahlungen fehlen der ÖGK rund 400 Millionen Euro. In den letzten Monaten wurden auch keine Beitragsprüfungen mehr durchgeführt: Der Kassa stehen dadurch weitere 20 Millionen Euro weniger zur Verfügung. Und da wären noch Stundungen der Betriebe, die gut 400 Millionen allein in der ÖGK ausmachen. Abgesehen davon könnte bereits ab Herbst eine große Insolvenzwelle auf uns zurollen, die noch tiefere Löcher in das Budget der Gesundheitskasse schlägt.

Drastische Leistungskürzungen Mitten in der Pandemie?

Es trifft ausgerechnet die so bedeutsame Gesundheitskasse. Während der Pandemie hat sie die Versicherten gut versorgt, Ressourcen freigehalten und in heiklen Fällen einwandfrei funktioniert. Jetzt steht sie finanziell vor ungewissen Zeiten. Eine große Hilfe wäre eine Finanzspritze des Staates. Sollte diese nicht erfolgen, sind drastische Leistungskürzungen nicht mehr ausgeschlossen. Das alles geschieht in Mitten der Pandemie. Ungewiss ist, welche Auswirkungen noch auf uns zukommen.


Der ÖGB fordert:

Der Staat muss für die entstandenen Schulden im Gesundheitssystem aufkommen. Nur so kann weiterhin eine gute Versorgung für alle sichergestellt werden.
 

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