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Beruf(ung): Restaurator

Wie repariert man ein zerkratztes Knie oder eine abgebrochene Zehe? Restaurator Markus Gradner weiß, wie das geht.

Wie repariert man ein zerkratztes Knie oder eine abgebrochene Zehe? Die PatientInnen von Markus Gradner sind zumeist aus Gips, Kalk und Sand (Stuck) oder Stein. Und sie sind sehr alt. Mit der Zeit entstehen erst die kleineren oder größeren Schäden an Figuren und Gebäuden. Mit Spachtel und Kitt versucht Gradner dann zu retten, was noch zu retten ist. Am Ende lässt er mit der farblichen Anpassung an das Original Altes wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold, weiß Gradner. Der gelernte Restaurator und Bildhauer ist bei der Sanierung des Volkstheaters aus dem Jahr 1889 in Wien im Einsatz. Unbeobachtet ist er dabei nicht. Das Denkmalamt hat ein Auge auf seine Arbeit. Denn so viel wie möglich soll im originalen Zustand erhalten bleiben. Gradner reinigt sorgfältig die Oberflächen aus Stuck, kittet und ergänzt Figuren mit Fingerspitzengefühl und vergoldet die eine oder andere abgebröckelte Stelle neu.

„Wenn man als Restaurator weiterkommen will, muss es eine Leidenschaft sein, man muss eine Liebe zu alten Objekten haben." Markus Gadner

Das Gold ist in Wahrheit eine Mischung aus Kupfer und Zinn. Das Verfahren nennt sich Schlagmetallvergoldung, erklärt Gradner. Als letzter Schliff wird die Stelle mit einem harzähnlichen Schellack überzogen. Das schützt Kupfer und Zinn vor Verfärbungen durch die Luft – vor dem sogenannten Oxidieren. „Wenn man als Restaurator weiterkommen will, muss es eine Leidenschaft sein, man muss eine Liebe zu alten Objekten haben“, sagt Gradner, der sein Handwerk seit nunmehr 16 Jahren ausübt und vor fünf Jahren seine eigene Firma gegründet hat.

Wie wird man eigentlich Restaurator? „Es gibt viele verschiedene Wege, von einer Lehre über eine Fachschule bis hin zum Studium Restaurierung oder der Bildhauerei, man muss viele alte Handwerkstechniken erlernen“, erzählt er von seinem Bildungsweg und der Vielfältigkeit des Berufs: „Das macht mir Spaß!“ 

Das Volkstheater wird neu

Dieses Berufsporträt gibt es auch als Video: www.kulturlotsInnen.at  

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