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Niederösterreich

100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich

Im November gab es seitens der ÖGB NÖ FRAUEN Diskussionsabende anlässlich des 100-jährigen Frauenwahlrechtes. Diese Veranstaltungen machten jene Frauen sichtbar, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz und mit vielen Opfern jene Rechte für Frauen erkämpft haben, die wir heute als selbstverständlich erachten.
 
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau?
Tatsächlich sind viele bedeutende Frauen in der Geschichte hinter ihren männlichen Kollegen und Ehemännern „verschwunden“. 
Seit wann sind Frauen in Österreich wahlberechtigt?
Wer waren die ersten Frauen im Parlament?
Wie lange wird bereits um gleichen Lohn für gleiche Leistung gekämpft?
Diesen und ähnlichen Fragen wurden im Rahmen einer Wanderausstellung und von Diskussionsveranstaltungen auf den Grund gegangen. 
 
Nach jahrzehntelangem Kampf galt ab Dezember 1918 das allgemeine, gleiche, direkte und persönliche Wahlrecht für Frauen und Männer. Im März 1919 zogen acht Frauen in die Konstituierende Nationalratsversammlung ein. Darunter waren drei Gewerkschafterinnen: die Tabakarbeiterin Marie Tusch (1868-1939), Anna Boschek (1874-1957) und Amalie
Seidel (1876-1952). Zwischen 1919 und 1934 setzten sich die Parlamentarierinnen u.a. erfolgreich ein für die rechtliche Gleichstellung in der Verfassung (1920), für die Verabschiedung des Hausgehilfengesetzes (1920), des Ammengesetzes (1926), des ArbeiterInnenversicherungsgesetzes (1926), und des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (1928). Nicht erreichen konnten sie die Abschaffung des „Abtreibungsparagraphen“ und die Reform des Eherechtes. Dies sollte noch bis in die 1970er Jahre dauern.
 
„Man war der Anschauung, Frauen, die sich an der Wahl beteiligen, würden ihre Weiblichkeit beschmutzen und man bezeichnete sie als minderwertig, andersartig und unfähig“, so Marliese Mendel. Neben dem spannenden Vortrag der Historikerin gab es auch noch Kurzfilme, die die Geschichte des Frauenwahlrechtes beleuchteten und die den langen Weg für mehr Gleichberechtigung veranschaulichten.
 
Weitere detailliertere Beschreibungen der historischen Ereignisse sowie Biographien und zahlreiche historische Fotos findet man im Internet unter:
 
 

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