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Frauen

ÖGB-Schumann: Unbezahlte Arbeit gerecht aufteilen

Mutter sein darf nicht zum Armutsrisiko werden

„Rund 150 Minuten am Tag arbeiten Frauen mehr als Männer – und zwar unbezahlt. Es braucht dringend ein gesellschaftliches Umdenken, damit unbezahlte Arbeit nicht länger fast ausschließlich und wie selbstverständlich an Frauen hängen bleibt“, kommentiert Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, die Ergebnisse der Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und fordert anlässlich des Muttertags am 12. Mai neben gerechtem Einkommen, partnerschaftlicher Aufteilung der unbezahlten Arbeit auch einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind. „Nur so hätten berufstätige Mütter eine echte Wahlfreiheit, in welchem Stundenausmaß sie arbeiten wollen, und die Möglichkeit, Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren.“

Angesichts der ILO-Studie kritisiert die ÖGB-Vizepräsidentin, dass das Frauenministerium auf eine parlamentarische Anfrage im Sommer 2018 angekündigt hat, keine Zeitverwendungsstudie in dieser Gesetzgebungsperiode in Auftrag zu geben. „Eine derartige Studie würde die sehr unterschiedliche Arbeitsteilung in unserer Gesellschaft sichtbar machen und die daraus gewonnen Daten würden dabei unterstützen, die richtigen Maßnahmen zu setzen, um bezahlte und unbezahlte Arbeit zwischen den Geschlechtern gleichmäßiger aufzuteilen. Daran hat die Regierung aber anscheinend leider kein wirkliches Interesse.“

Neben Haushalt und Kinderbetreuung ist auch die Pflege von Angehörigen nach wie vor Frauensache. Auf Grund familiärer Betreuungsarbeit arbeiten viele Frauen in Teilzeit - oft nicht freiwillig und mit all den negativen Auswirkungen. „Niedrige Einkommen bedeuten in späterer Folge auch eine niedrige Pension. Höchste Zeit, dass die Politik die Sorgen der berufstätigen Frauen ernst nimmt und für gleiche Chancen am Arbeitsmarkt sorgt. Denn Mutter sein darf nicht zum Armutsrisiko werden“, betont Schumann abschließend.

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