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Mehr Kollektivverträge, mehr Betriebsräte!

Länder mit starker Mitbestimmung in den Betrieben und in den Branchen stehen besser da, sagt die OECD

Betriebsratsmitglieder aus allen Branchen koordinieren sich vor den Kollektivvertrags-Verhandlungen
Betriebsratsmitglieder aus allen Branchen koordinieren sich vor den Kollektivvertrags-Verhandlungen

Die Welt braucht mehr Kollektivverträge und mehr Betriebsräte. Diese Erkenntnis drängt sich auf, wenn man eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heranzieht. „Tarifpartnerschaft und Arbeitnehmermitsprache können Unternehmen wie auch ArbeitnehmerInnen helfen, auf die demographischen und technologischen Herausforderungen der Zukunft zu reagieren“, sagte Stefano Scarpetta, OECD-Direktor für Beschäftigung, Arbeit und Soziales.

Gemeinsam zum Erfolg

Die Studie „Gemeinsam zum Erfolg: Tarifverhandlungen und Mitsprache in einer Arbeitswelt im Wandel“ zeigt, dass immer weniger Menschen in Arbeitsverhältnissen mit Tarifbindung arbeiten: OECD-weit waren es 2017 noch 32 Prozent gegenüber 46 Prozent im Jahr 1985. Zum Vergleich: In Österreich sind es hingegen 98 Prozent.

Studie in voller Länge (englisch)
Zusammenfassung der Studie (deutsch)

KV für Freie DienstnehmerInnen

Kollektivvertragsverhandlungen helfen etwa, die Konjunkturlage und mögliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit zu berücksichtigen. Mit Blick auf die Zukunft, so die OECD, sollten die Länder sicherstellen, dass Tarifpartnerschaft und Mitsprache bestmöglich genutzt werden – beispielsweise indem auch arbeitnehmerähnliche Erwerbstätige in neuen Geschäftsmodellen Zugang zu Tarifverhandlungen erhalten. „So kann gewährleistet werden, dass alle Arbeitskräfte und Unternehmen von den aktuellen Umwälzungen profitieren.“

Kampf gegen Scheinselbstständigkeit

Außerdem ist es wichtig, Arbeitskräfte korrekt einzustufen und Scheinselbstständigkeit zu vermeiden. Es gelte, „zu verhindern, dass Beschäftigte als selbstständig eingestuft werden, die sich in  Wirklichkeit in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis befinden.“ Auch der ÖGB fordert das Einbeziehen der freien DienstnehmerInnen in die Kollektivverträge und verstärktes Vorgehen gegen Scheinselbständigkeit.

Betriebsräte stärker in Entscheidungen einbinden

„Dass Österreich sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die Lebensqualität weltweit im Spitzenfeld liegt, ist zu einem Großteil der Sozialpartnerschaft auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene zu verdanken“, sagte Silvia Hruschka-Frank von der Arbeiterkammer zum Kurier. Die Betriebsräte würden sich noch mehr Einbindung bei wichtigen Entscheidungen in ihren Betrieben wünschen.

Kurier - OECD: Betriebe sollten ihre Belegschaft mitreden lassen

Unternehmen mit Betriebsrat zahlen besser

Von einem Betriebsrat profitieren also alle – besonders aber die Beschäftigten: Wer in einem Unternehmen mit Betriebsrat arbeitet, verdient im Durchschnitt mehr als jemand, der in einem Betrieb ohne Betriebsrat arbeitet — das sagt eine Studie, die von der von AK Wien präsentiert wurde.

Linktipp: Betriebsrat gründen

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