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„Es wäre Zeit, dass sich hier wieder etwas tut“

ÖGB-Präsident Katzian im Interview über Arbeitszeitverkürzung

Die Debatte rund um eine Arbeitszeitverkürzung nimmt weiter Fahrt auf. Höchste Zeit, dass sich etwas bewegt: Immerhin ist es 45 Jahre her, dass die letzte Arbeitszeitverkürzung gesetzlich beschlossen wurde. Im Interview mit den Salzburger Nachrichten erklärt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, wie damit die verheerenden Folgen der Corona-Krise bewältigt werden können. 

Weniger Arbeit heißt nicht weniger Geld 

Gefragt, ob die ÖGB Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung in Zeiten wie diesen realistisch sei, antwortet Katzian: „Die Frage ist immer, in welchem Zeitraum das umgesetzt werden soll. Und in welcher Art und Weise man die Produktivitätssteigerung abschöpft. Das kann in Form von Geld oder von Zeit sein.“ Der ÖGB-Präsident stellt in diesem Zusammenhang klar: „Lohnausgleich heißt für uns: Die Menschen sollen aufgrund der Arbeitszeitverkürzung nicht weniger verdienen als zuvor.“ Katzian wünscht sich, dass die Wirtschaftskammer „ihre Gesprächsverweigerung aufgibt und wir ein sachliches Gespräch über dieses und andere Modelle führen“.

Sicherheit am Arbeitsplatz oberstes Ziel 

Zur Sprache kommt im Interview auch der bevorstehende schwierige Herbst. Für die Wirtschaft und die ArbeitnehmerInnen. Für Katzian steht außer Frage, dass „wir auf allen Ebenen lernen müssen, mit der Pandemie zu leben. Was die ArbeitnehmerInnen betrifft, müssen wir darauf drängen, dass die, die Arbeit haben, ihre Tätigkeit möglichst sicher und ohne sich zu infizieren ausüben können. […] Wenn sich die Infektionszahlen so entwickeln wie jetzt, muss man stärker auf die Sicherheit der ArbeitnehmerInnen achten.“

Verlängerung der Kurzarbeit nicht ausgeschlossen

Angesprochen auf die Corona-Kurzarbeit betont der ÖGB-Präsident: Das oberste Ziel der Kurzarbeit „war und ist, dass möglichst viele Menschen, die einen Arbeitsplatz haben, diesen auch behalten können“. Die aktuelle Kurzarbeitsregelung läuft ja Ende März 2021 aus. Katzian kündigt an, dass es im Februar neue Verhandlungen mit der Regierung und den Arbeitgebern zu einer möglichen Verlängerung geben wird. 

 

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